22:36 07 Dezember 2019
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    Syrien: Russland und USA wollen “Friendly Fire” vermeiden

    © Sputnik / Dmitry Vinogradov
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Russlands Außenminister Sergei Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry haben gestern am Rande der UN-Vollversammlung Konsultationen zur Verhinderung von “Friendly Fire”-Zwischenfällen im syrischen Luftraum vereinbart, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Am Vortag hatten sich die Amerikaner empört gezeigt, als Russland die USA vor seinen Luftanschlägen auf Stellungen des “Islamischen Staates” (IS) darum bat, keine Flugzeuge über Syrien fliegen zu lassen. Das Pentagon kam der russischen Bitte nach. Die russischen Luftstreitkräfte konnten ungestört ihre Ziele bombardieren.

    Warum die Empörung so groß war, offenbart eine Äußerung des US-Verteidigungsministers Ashton Carter: „Die USA wollen sich vergewissern, dass Russland nicht unsere eigenen Bemühungen um die Vernichtung des Islamischen Staates stören wird“. Aus dieser Erklärung geht hervor, dass die USA weniger Zusammenstöße von Flugzeugen im syrischen Luftraum befürchten, sondern vor allem über die Tatsache beunruhigt sind, dass die russische Luftwaffe mehr Schlagkraft zeigt als die der USA. In den vier Jahren des Syrien-Konfliktes flog die von den USA geleitete Koalition mehr als 7 000 Angriffe. Dennoch konnten die IS-Kämpfer nicht an ihrem Vormarsch gehindert werden.

    © Ruptly . Russlands Verteidigungsministerium
    Russische Luftstreitkräfte im Einsatz gegen IS - VIDEO

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, wies übrigens Gerüchte zurück, dass Moskau das Weiße Haus erst eine Stunde vor dem Start der Bombenschläge über die entsprechenden Pläne unterrichtet hat.

    Auf der gestrigen Pressekonferenz in New York teilte der russische Außenminister Sergei Lawrow mit, dass die Präsidenten Wladimir Putin und Barack Obama vereinbart haben, dass "die Militärs selbst miteinander Kontakt aufnehmen sollen, um Missverständnisse zu vermeiden“. Bei dem Vier-Augen-Gespräch der Präsidenten wurde zweifelsohne auch über die Teilnahme Russlands am Kampf gegen den „Islamischen Staat“ und die Luftangriffe in Syrien gesprochen. Daher ist davon auszugehen, dass Russland mit Sicherheit nicht erst eine Stunde vor Beginn der Luftschläge die Amerikaner entsprechend benachrichtigt hat.

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    Terrormiliz Daesh, Pentagon, Barack Obama, Wladimir Putin, Ashton Carter, Dmitri Peskow, USA, Russland, Syrien