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13:00 17 Oktober 2019
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    Ölpreis im Aufwind – dank russischem Syrien-Einsatz

    © Sputnik / Alexei Danichev
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    Die Brent-Öl-Futures für November sind am Mittwoch an der Londoner Börse um mehr als ein Prozent auf 52,48 Dollar pro Barrel gestiegen. Zuvor hatten sie breits am Dienstag um 5,5 Prozent zugelegt, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Experten zufolge ist der Ölpreisanstieg auf den Rückgang der Kraftstoffvorräte in den USA und den Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien zurückzuführen.

    Nach Angaben des US-Ölinstituts API gingen die Öl-Handelsvorräte der USA in der vergangenen Woche um 1,23 Millionen Barrel zurück. Darüber hinaus korrigierte das US-Energieministerium am Dienstag die Prognose der globalen Ölnachfrage nach oben – auf 93,79 Millionen Barrel pro Tag. Im September war man noch von 93,62 Millionen Barrel täglich ausgegangen.

    Die Wiederherstellung des Ölmarktes erfolgt vor dem Hintergrund der Verhandlungen zwischen Russland und dem größten OPEC-Ölförderer Saudi Arabien. Der russische Energieminister sagte am 6. Oktober, dass Russland bereit sei, sich mit OPEC-Vertretern zu treffen, um eine mögliche Senkung der Fördermenge mit dem Ziel, die Ölpreise anzuheben, zu besprechen. Der Preis für den Rohstoff fiel seit Sommer um mehr als 50 Prozent. Im Juni 2014 lag der Ölpreis noch bei 115 US-Dollar.

    Zudem hängt der Ölpreisanstieg Experten zufolge mit dem Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien zusammen. Laut dem Politologen Alexej Wjasowski lagen die Ölpreise seit vielen Wochen bei 48 US-Dollar. In den vergangenen Tagen stiegen sie auf 52 US-Dollar – eine Steigerung um fast sechs Prozent.

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    Alexander Basykin vom Consultingunternehmen „Head“s sieht da ebenfalls einen geopolitischen Zusammenhang. Die Teilnahme Russlands am Krieg in Syrien sei einer der Gründe für den Anstieg des Ölpreise. Die Instabilität in der Ölregion könnte womöglich zum Rückgang der Lieferungen führen.

    Ein weiterer Grund seien Gerüchte, die OPEC ergreife Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ölnachfrage durch Drosselung der Fördermenge, so der Experte.

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    Tags:
    Öl, OPEC, Alexander Basykin, Alexej Wjasowski, Syrien, USA