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09:37 21 August 2019
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz

    USA halten Daten zu MH17-Absturz zurück

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    Nesawissimaja Gaseta
    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    In den Niederlanden wird heute der technische Bericht zum Absturz der Boeing 777, Flugnummer MH17, von Malaysia Airlines im Juli 2014 veröffentlicht. Einige Details des Berichts sickerten im Vorfeld durch. Experten zufolge lassen die Untersuchungsergebnisse viele Fragen offen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta” am Dienstag.

    Über ein Jahr lang untersuchten niederländische Spezialisten die MH-17-Wrackteile. Beim Absturz des Passagierflugzeugs im Südosten der Ukraine kamen im Juli 2014 298 Menschen ums Leben. Nach Informationen der britischen Zeitung „The Guardian” konzentrierten sich die Berichtverfasser nur auf die technische Seite des Unglücks.

    Der Sicherheitsrat der Niederlande betonte, dass die Ermittler sich nicht mit der Suche nach den Verantwortlichen der Tragödie befassten. 
    Nach Angaben westlicher Medien wird die Internationale Untersuchungskommission heute offiziell bestätigen, dass eine „Buk“-Rakete auf das Flugzeug abgefeuert worden war. Wer den Startknopf drückte, wird jedoch ungeklärt bleiben.

    Außerdem werden von den Experten Erklärungen erwartet, warum die Maschine überhaupt über das Kampfgebiet im Südosten der Ukraine flog. Zum damaligen Zeitpunkt umflogen fast alle Fluggesellschaften die Gebiete Donezk und Lugansk. Der Bericht versucht zu begründen, warum Amsterdam die Verwandten der Todesopfer mehrere Tage im Ungewissen ließ.

    Die russische Seite äußerte mehrmals Zweifel über den Verlauf der Ermittlungen. Moskau wies immer wieder darauf hin, dass die Internationale Kommission die von Moskau bereitgestellten Daten zum Flugzeugunglück fast nicht beachtete.

    Nach Ansicht des russischen Sicherheitsexperten Aleksej Fenenko zeugt das Ignorieren der russischen Daten davon, dass „dieser internationale Prozess nur mit dem Ziel begonnen wurde, die russische Führung in Verruf zu bringen“. „Die USA stellten selbst keine Satellitenaufnahmen zur Verfügung, weil Washington ein bestimmtes politisches Ziel verfolgt. Für die USA ist es von Nachteil, die Aufnahmen bereitzustellen, die die Version der Schuld Moskaus am Flugzeugunglück zunichtemachen können“, betont Fenenko

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    Flugzeugabsturz, MH17, Wrackteile, Ermittlung, Buk-Rakete, Malaysia Airlines, Niederländischer Sicherheitsrat, Aleksej Fenenko, USA, Ukraine