03:17 25 September 2018
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    Kämpfer der Terrorgruppierung Islamischer Staat

    Syrische Rebellen drohen Russland mit Angriffen

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    Nesawissimaja Gaseta
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Das US-Verteidigungsministerium hat die Waffen- und Munitionslieferungen für syrische Oppositionelle bestätigt. Die Lage in Syrien könnte deshalb eskalieren. Ein US-Militärtransporter warf gestern 50 Tonnen Schusswaffen, Munition und Granaten in der nordwestlichen Provinz Hassakeh ab, schreibt die “Nesawissimaja Gaseta” am Mittwoch.

    Dem Pentagon zufolge können die Opposition und die kurdischen Einheiten mit den neuen Waffen  eine Offensive auf Rakka, die Hauptstadt der Terrormiliz “Islamischer Staat”, starten. Doch 50 Tonnen Waffen und Munition reichen nur aus, um ein Bataillon (400-500 Soldaten) auszurüsten. Nach den erfolglosen Militärhilfen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar wollen die USA offenbar sparen.

    Westlichen Medienberichten zufolge handelt es sich um US-Hilfen für die Revolutionsfront Rakkas und kurdische Einheiten, die das Bündnis “Demoraktische Kräfte Syriens” bildeten.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte gestern davor, dass die abgeworfenen Waffen und Munition in die Hände von IS-Terroristen fallen könnten. Unter den “Demokratischen Kräften Syriens” gebe es Organisationen, die mit dem “IS” kooperieren, so der russische Chefdiplomat.

    Ob Abwehrraketen an die syrischen Oppositionellen geliefert wurden,  ist unklar. Die “New York Times” berichtete unter Berufung auf den oppositionellen Kommandeur Ahmad Al-Saud, dass “die Oppositionellen nach dem russischen Einsatz in Syrien erstmals Anti-Panzer-Waffen erhalten haben”. Al-Saud sagte, “die Opposition erhält alles, worum sie bittet”. Ihm zufolge wurden in zwei Tagen mit der US- Panzerabwehrlenkwaffe TOW sieben Panzerwagen vernichtet. Er rief die USA dazu auf, weitere Abwehrwaffen zu liefern.

    Die Opposition und die Kurden werden vom Pentagon vor allem im Norden des Landes unterstützt. Die von Russland unterstützte syrische Armee geht im nordwestlichen Teil Syriens gegen die IS-Terroristen vor. In den Provinzen Hama, Idlib, Latakia und Aleppo wurden erfolgreiche Angriffe auf Stützpunkte der radikalen Islamisten gemeldet.

    Dennoch ist die Lage in Syrien sehr angespannt. Assad-Gegner kämpfen in den Vororten von Damaskus: Gestern ist die russische Botschaft in der syrischen Hauptstadt mit Granatwerfern beschossen worden. Der Führer der „al-Nusra-Front”, Abu Mohammed al-Jawlani, forderte die Rebellen auf, Vergeltungsangriffe auf Alawiten als Reaktion auf die angebliche Tötung von Sunniten durch russische Soldaten zu verüben.

    Islamisten-Führer Al-Golani drohte in einer Videobotschaft Russland mit einem Fiasko im Falle einer Einmischung in die Syrien-Krise, genauso wie die Programme zur Unterstützung des Irans und der “Hisbollah” gescheitert seien. Er bezeichnete den russischen Einsatz als einen neuen Kreuzzug.
    In der vergangenen Woche riefen die Rebellen dazu auf, sich gegen Russland und den Iran zu vereinigen.

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    Terrormiliz Daesh, Waffen, Pentagon, Baschar al-Assad, Sergej Lawrow, Russland, USA, Syrien