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18:17 20 Oktober 2019
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“

    IS ruft heiligen Krieg gegen Russland und USA aus

    © AFP 2019 / Abd Doumany
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat zum heiligen Krieg gegen Russland und die USA aufgerufen. Die libanesische Hisbollah sowie iranische und syrische Truppen starteten derweil mit russischer Luftunterstützung eine Offensive auf Aleppo, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    In einer Audiobotschaft rief IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani die islamischen Jugendlichen zum heiligen Krieg gegen Russen und die US-Amerikaner bei deren Kreuzzug gegen Muslime auf. Al-Adnani zitierte den Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche Wsewolod Tschaplin, der Russlands Vorgehen in Syrien als „heiligen Krieg“ bezeichnet hatte. Der IS-Sprecher betonte, dass Russland besiegt werde. Moskau schenkte der Audiobotschaft allerdings wenig Aufmerksamkeit. Das Hauptziel der IS-Anführer seien die USA.

    Der Anführer der „Al-Nusra-Front“, Abu Mohammad al-Dschulani, kündigte an, dass der russische Militäreinsatz in Syrien katastrophale Folgen habe werde.

    Die von Russland geleitete Anti-IS-Koalition hat eine Offensive begonnen. Nach Reuters-Informationen wollen iranische Soldaten zusammen mit der Hisbollah die IS-Stellungen in der Provinz Aleppo angreifen.

    Russische Kampfjets flogen am Mittwoch Angriffe auf 86 Ziele. Nach Angaben des russischen Militärsprechers Igor Konaschenkow wurden dabei Ausbildungscamps sowie Waffen- und Munitionslager vernichtet.

    © Ruptly .
    Exklusiv-Video: So werden IS-Stellungen präzise angegriffen

    In Aleppo gehen die Gefechte derweil weiter: In der vergangenen Woche wurde der iranische „Revolutionswächter“ Hossein Hamedani, der dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad als Berater diente, getötet.

    Wie der russische Militärexperte Alexander Scharawin erklärte, hat der Irak eine aktivere Rolle in der Anti-IS-Koalition übernommen, um die Terrormiliz besiegen zu können.

    Vergangene Woche töteten irakische Einheiten hochrangige IS-Kämpfer. Aus russischen Diplomatenkreisen heißt es, dass das Anti-Terror-Zentrum in Bagdad gute Arbeit leiste,  um die Kräfte im Kampf gegen IS zu bündeln. Washington beobachtet mit Argwohn die militärische Kooperation zwischen Moskau und Bagdad. Einerseits sei der Irak den USA und den Alliierten verpflichtet, andererseits entsprechen seine Interessen den russischen und syrischen.

    Der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, sprach unterdessen in Moskau mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem stellvertretenden Verteidigungsminister Anatoli Antonow. Nach dem Gespräch teilte Antonow mit, er habe Staffan de Mistura gebeten, die Wichtigkeit der Parameter, Ziele und IS-Stellungen, der Harmonisierung der engen Zusammenarbeit zwischen dem Pentagon und dem russischen Verteidigungsministerium herauszustellen.

    Infografik: Russische Luftschläge gegen IS-Stellungen in Syrien

    Zudem sucht Moskau nach einer politischen Beilegung des Konflikts. Allerdings will sich die syrische Opposition nicht mit dem UN-Gesandten an den Verhandlungstisch setzen. Russland unterstützt die Mission des UN-Sonderbeauftragten.

    US-Verteidigungsminister Ashton Carter kündigte derweil eine Video-Konferenz mit Moskau über die Flugsicherheit im syrischen Luftraum an.

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    Terrormiliz Daesh, Hossein Hamedani, Ashton Carter, Igor Konaschenkow, Baschar al-Assad, Syrien, USA, Russland