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    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
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    Am Dienstagabend ist in Las Vegas die erste TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber über die Bühne gegangen. Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton und Senator Bernie Sanders lieferten sich ein spannendes Duell, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Clinton kritisierte den Senator für sein Scheitern beim Kampf gegen die amerikanische Waffenlobby. Sanders äußerte sich negativ über die Idee Clintons, eine Flugverbotszone über Syrien einzurichten. Zudem erinnerte er an den Irak-Krieg  als größtes politisches Fiasko in der Geschichte des Landes.

    Die Mehrheit in den Sozialen Netzwerken sieht Hillary Clinton als Gewinnerin der TV-Debatte. Wie das Online-Magazin „Slate“  jedoch schrieb,  zeigten die beiden Präsidentschaftsbewerber  Schwächen bei der Außen- und der Militärpolitik.

    In Bezug auf die Einmischung Moskaus in Syrien sagte Clinton, dass sie als Präsidentin dem „attackierenden“ Verhalten  Wladimir Putins Paroli bieten und ihm erklären würde, dass die russische Präsenz in Syrien unzulässig sei. Dabei begrüßte Clinton die Versuche der US-Administration, einen Dialog mit Moskau aufzunehmen.

    Hillary Clinton
    © AP Photo / Charlie Neibergall

    In den USA wurden die größten Sorgen der demokratischen und der republikanischen Präsidentschaftsbewerber verglichen.

    Clintons größte Befürchtung ist nach eigenen Angaben eine Weiterverbreitung der Atomwaffen. Sanders zufolge ist der Klimawandel das größte Problem. Der ehemalige Gouverneur von Maryland Martin O’Malley und der ehemalige Gouverneur von Rhodes Island Lincoln Chafee halten die Lage im Nahen Osten für die größte Herausforderung. Ex-Senator Jim Webb warnt vor Spannungen mit China und vor einem Cyber-Krieg.

    US-Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush versprach in einem „Reuters“-Interview einen schärferen Umgang mit Russland. Er bezeichnete Putin als „Streithahn“ und würde mit den europäischen Ländern die Sanktionen gegen Russland verschärfen.

    Der russische Euro-Atlantik-Experte Sergej Michailow  sieht in Clinton eine ideologische Gegnerin Russlands. Jeb Bush habe wohl kaum Chancen für das finale Wahlrennen. Joe Biden sei für realistische Argumente empfänglicher als Clinton.

    Ihm zufolge ist die negative Haltung zu Russland für Amerikas politische Klasse typisch, denn es gebe keine russische Lobby in den USA.  Alles sei abhängig von  Stimmungsschwankungen, so Michailow. Nur der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sei positiv gegenüber Moskau gestimmt.

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    US-Präsidentschaftswahl 2016, Jeb Bush, Sergej Michailow, Jim Webb, Wladimir Putin, Bernie Sanders, Hillary Clinton, Russland, USA, Syrien