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    Nahost-Konflikt: Vermittler wollen Gewaltwelle stoppen

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    Die Weltgemeinschaft hat ihre Bemühungen um die Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts verstärkt, um im Nahen Osten eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    US-Außenminister John Kerry will während seiner Europa-und Nahost-Reise mit den Staats- und Regierungschefs Israels, Jordaniens und Palästinas Maßnahmen zur Beilegung der Krise erörtern. Frankreichs Initiative erschwert jedoch die diplomatische Mission von Kerry: Paris regte an, internationale Beobachter zum Tempelberg in Jerusalem zu entsenden. Israels Außenministerium bestellte anschließend den französischen Botschafter ein. Auch das US-Außenministerium lehnt diese Idee ab. Wie die israelische Botschaft in Moskau betonte, könnte die Situation durch einen direkten Dialog mit den Palästinensern geregelt werden.

    Die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zum Nahost-Konflikt endete ergebnislos. Neue Anschläge erschüttern Israel: Am 18. Oktober wurde bei einem Attentat eines 21-jährigen Arabers auf einem Busbahnhof im südisraelischen Beersheva ein Soldat getötet, zehn weitere Menschen wurden verletzt.

    In Berlin trifft sich Kerry mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Anschließend reist er nach Amman zu einem Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem vermittelnden König von Jordanien, Abdullah II. Der US-Chefdiplomat forderte, die Bemühungen der internationalen Diplomatie zu bündeln, um zu weiteren Schritten der Beilegung des Konfliktes anzuspornen.

    Die Vermittlungsmission von Kerry verläuft vor dem Hintergrund eines Skandals: Die westlichen Verbündeten der USA sind sich offenbar uneinig, wie der Konflikt beigelegt werden soll. Ohne Absprache unterstützte Frankreich die Initiative Palästinas, internationale Beobachter nach Israel zu schicken. Die neuen Vorschläge zur UN-Überwachungsmission wurden im UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Frankreichs Botschafter wurde ins israelische  Außenministerium einbestellt.

    Bei seiner Pressekonferenz in Madrid sagte Kerry, dass internationale Beobachter auf dem Tempelberg den Status quo ändern würden, was weder die USA noch Jordanien noch Israel wollten.

    Der russische Nahost-Experte Georgi Mirski erklärte, die Initiative Frankreichs sei schwierig umzusetzen, weil die USA im UN-Sicherheitsrat von ihrem Vetorecht Gebrauch machen würden.

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    Georgi Mirski, Abdullah II. bin al-Hussein, John Kerry, USA, Palästina, Israel