23:32 19 Oktober 2018
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    Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim bei Latakia

    Abkommen: Russland und USA beugen Kollisionen im syrischen Luftraum vor

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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Das russische Verteidigungsministerium hat die Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA bestätigt, um Zwischenfälle im syrischen Luftraum zu vermeiden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Nach Angaben des Sprechers des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, ist die Unterzeichnung des Memorandums ein wichtiger Schritt. Russlands Militär gehe davon aus, dass die Luftstreitkräfte aller Länder der Anti-IS-Koalition sich an diese Vereinbarung halten werden. Die USA hätten sich verpflichtet, die Richtlinien an alle Koalitionspartner in Syrien weiterzuleiten, sagte der russische Militärsprecher.

    Russlands Militär wolle zudem in weiteren Bereichen zusammenarbeiten. Zum Beispiel bei der Rettung von Kampfpiloten bei ihren Einsätzen in Syrien, so der Sprecher.

    Wie der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow ergänzte, regelt das Memorandum den Einsatz aller Flugzeuge und Drohnen und enthält Richtlinien, um Zwischenfälle zwischen Russland und den USA im Luftraum über Syrien zu vermeiden.

    Nach Angaben des russischen Militärs ist die Zahl der Transportflugzeuge, Kampflugzeuge und Drohnen im syrischen Luftraum zuletzt massiv angestiegen. Die russische Luftwaffe koordiniere jeden Flug mit der syrischen Flugleitzentrale. Die Flüge von anderen Kräften seien nicht abgesprochen worden, so der Sprecher.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums gehen die Piloten ein Wagnis wegen des hohen Flugaufkommens in Syrien ein.  Moskau habe mehrmals seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Russland und die Türkei haben eine direkte Telefonverbindung hergestellt, um Zwischenfälle im Luftraum zu vermeiden. Auch der russische Luftwaffenstützpunkt im syrischen Hmeimim stehe im Kontakt mit den israelischen Kollegen.

    In den letzten 24 Stunden seien 55 Luftangriffe auf 60 IS-Stellungen geflogen worden, ergänzt der russische Militärsprecher. In der Provinz Idlib seien drei Schützenpanzer und sechs Jeeps mit Maschinengewehren der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vernichtet worden, so der Sprecher.

    Nahe der Stadt Kastun zerstörte ein Su-24-Bomber eine Kommandostelle und ein Munitionslager der Terroristen. Nahe Hatla (Provinz Deir ez-Zor) beschossen Su-34-Jets eine kleine Waffenschmiede der Terroristen. Außerdem wurde eine weitere Kommandostelle für fünf Terrorgruppierungen dem Erdboden gleichgemacht.

    Am Dienstagabend dementierte das Verteidigungsministerium ausländische Medienberichte, dass Russland bei seinem Militäreinsatz in Syrien Verluste beklagen musste.

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