14:33 28 Februar 2020
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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Die Beziehungen zwischen China und den USA haben sich zugespitzt: Ein US-Kriegsschiff tauchte in der Nähe von chinesischen Inseln im Südchinesischen Meer auf, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Am Dienstag kreuzte der US-Zerstörer „USS Lassen“ etwa 22 Kilometer von zwei von China errichteten künstlichen Inseln entfernt auf. Chinas Außenministerium übte scharfe Kritik am „illegalen“ Einsatz des US-Zerstörers „USS Lassen“ in der Nähe des Spratly-Archipels.

    Der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Lu Khan, äußerte „tiefe Enttäuschung“  über das Vorgehen der USA, was eine Gefahr für die Souveränität Chinas darstelle. Der Sprecher warnte die US-Marine vor weiteren provokativen Aktionen, was zur Errichtung weiterer künstlicher Inseln beitragen könnte.

    Nach Pentagon-Angaben hält sich die US-Marine bei ihren Einsätzen im Südchinesischen Meer an die internationalen Gesetze. Das Auftauchen des Zerstörers „USS Lassen“ sei nicht mit dem Streit um die Inseln verbunden. Das Pentagon spricht von einem Routineeinsatz. Peking forderte die USA dazu auf, über jegliche Aktionen im Archipel informiert zu werden und forderte eine Erklärung, was unter Routineeinsatz (Manöver oder Überwachung) zu verstehen sei.

    Während seines USA-Besuchs im September hatte Chinas Staatschef Xi Jinping mit Präsident Barack Obama über die Lage im Südchinesischen Meer gesprochen. Der Einsatz des Zerstörers zeugt davon, dass die USA mit den Ergebnissen dieses Gesprächs nicht zufrieden sind.

    Die US-Aktion im Südchinesischen Meer könnte nicht nur als Unterstützung für Taiwan und die Philippinen, sondern als Gegenmaßnahme interpretiert werden: Anfang September hatte China Schiffe in die Nähe der amerikanischen Aleuten-Inseln geschickt. Damals hatte Peking diese Aktion mit der Teilnahme an einem Manöver mit Russland begründet.

    Den Experten zufolge zeige das Erstarken der chinesischen Seestreitkräfte, dass die US-Vorherrschaft im Pazifik vorbei sei. Beide Länder sind wirtschaftlich aufeinander angewiesen, weshalb scharfe Kontroversen vermieden werden. Allerdings sind die Beziehungen nicht einfach.

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