05:46 20 Juni 2019
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    Russische Soldaten bekommen Komfortsiedlung in der Arktis

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    Rossijskaja Gaseta
    Russland erschließt Arktis (171)
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    Ein ebenso spezieller wie einzigartiger Wohnkomplex jenseits des Polarkreises ist für die russischen Polar-Truppen eingerichtet worden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

    Der Wohnkomplex befindet sich auf der Insel Alexandraland und besteht aus mehreren autonomen Modulen. Nach Angaben des russischen Vizeverteidigungsministers Dmitri Bulgakow ist der Komplex zu 97 Prozent fertig. „Zurzeit ist es ein weltweit einmaliges Bauwerk, das auf 80 Grad Nördlicher Breite errichtet wird“, so Bulgakow.

    Der Wohnkomplex mit den Namen „Arktisches Dreiblatt“ hat eine Gesamtfläche von mehr als 14.000 Quadratmetern. Laut Bulgakow können dort 200 Offiziere und Soldaten ein Jahr lang autonom leben. 

    Deswegen seien Vorräte von Betriebsstoffen, Lebensmitteln und Bekleidung für diesen Zeitraum eingelagert worden. Beim Bau des Objektes seien innovative und energiesparende Technologien verwendet worden.

    Die Übergänge in der Anlage wurden so gestaltet, dass sie keine Wärme nach draußen abgeben. Um in den Seitenbau zu gelangen, brauchen die Bewohner das Gebäude nicht zu verlassen. Auf Alexandraland seien schon Straßen angelegt und die Pumpstation in Betrieb genommen worden, so Bulgakow.

    Der Wohnkomplex „Arktisches Dreiblatt“ ist der zweite Komplex eines geschlossenen Zyklus, der in der Arktis im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums errichtet wird. Der erste Komplex „Swesda“ (“Stern”) wurde auf der Insel Kotelnij für radiotechnische, Flugabwehrraketen- und Funk-Einheiten errichtet. Die funkbasierte Flugzeugortung und Abstandsmessung ist notwendig, um Luft- und Bodenziele rechtzeitig abzufangen. Moderne Flugabwehrsysteme, darunter Panzir-S1, wehren jegliche Angriffe auf militärische und zivile Objekte jenseits des Polarkreises ab.

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    Komplex „Swesda“ (“Stern”), Dmitri Bulgakow, Kotelnij, Arktis