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07:41 22 Oktober 2019
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    Anschlag auf Strommasten

    Krimtataren: Waffenlieferung an IS und Anschlag auf Strommasten?

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    Der totale Stromausfall auf der russischen Halbinsel Krim und die beschädigten Hochspannungsmasten im Gebiet Cherson zeugen von einer geplanten Aktion, an der nicht nur die Extremisten des so genannten Medschlis der Krim-Tataren und der ukrainischen Nationalisten, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Montag.

    Es seien auch die Kiewer Behörden, US-Geheimdienste sowie radikale islamistische Gruppierungen gewesen, die gegen Russland Kämpfe führen, so die Zeitung.

    Die Vermutung der ukrainischen Medien, dass der Geschäftsmann und Besitzer des krimtatarischen TV-Senders ATR, Lenur Isljamow, der Hauptsponsor der krimtatarischen Extremisten sei, wird kaum stimmen. ATR ist tatsächlich der einzige TV-Sender, der über die Krim-Blockade im Live-Format berichtete. ATR erzählte von den beschädigten Strommasten in Cherson und den Auseinandersetzungen zwischen Tataren und der ukrainischen Nationalgarde. Doch das kann man kaum als Sponsorschaft bezeichnen.

    Solange Isljamow auf der Krim lebte, zeigte der Geschäftsmann seine Loyalität gegenüber Moskau, denn er hatte Geschäfte in Moskau und auf der Krim. Am 1. April, als ATR in Russland nicht mehr ausstrahlte und Isljamow sich in Kiew niederließ, startete der Unternehmer seine Aktivitäten gegen Russland. Abgesehen davon teilte Isljamow in einem Interview mit, seine TV-Tätigkeit sei kostspielig (ca. 100.000 US-Dollar pro Monat).

    Nach einem Besuch in der Türkei sollen Isljamow und seine „Rebellen“ engagierter gegen Russland agieren. Die Grenze soll mittlerweile von Bewaffneten blockiert sein, denen Grenzsoldaten, der Sicherheitsdienst der Ukraine und weitere Behörden nicht den Weg sperren. Die Frage besteht darin, für welches Geld die krimtatarischen Nationalisten so aktiv vorgehen.

    Laut einigen Medien werden die Tataren auf der Krim von den USA finanziell unterstützt. Die „Nesawissimaja Gaseta“ verfügt über einen Brief an US-Senator Christopher Murphy, den Medschlis-Chef Mustafa Dschemiljew am 4. Juli unterschrieben haben soll. Dschemiljew bat um zusätzliche Gelder für Protestaktionen und um die Verschiebung von deren Zahlung auf den Herbst.

    Zwei Mitglieder der Gesellschaftskammer Russlands und Vertreter des Ausschusses für Harmonisierung der zwischennationalen und zwischenreligiösen Beziehungen, Maxim Grigorjew und Albir Krganow, wandten sich an Generalstaatsanwalt Juri Tschaika, um die Tätigkeit des Medschlis auf Extremismus überprüfen zu lassen: Diese Versammlung ist in Russland nicht als gesellschaftliche Organisation registriert und setzt dabei ihre Subversion gegen Russland fort.

    Der Vizeregierungschef der Krim, Ruslan Balbek, sagte, die Waffenlieferungen von mobilen Fla-Raketen-Komplexen an die Terrororganisation „Islamischer Staat“ könnten aus der Ukraine unter Vermittlung des Medschlis erfolgen. Ihm zufolge habe Dschemiljew mehrmals verkündet, sich mit islamistischen Radikalen in der Türkei getroffen zu haben, die gegen die syrische Regierung kämpfen. So könnte der Medschlis der Krimtataren über den „Islamischen Staat“ einen Krieg gegen Russland führen, indem Islamisten die Waffen bei den Tataren kaufen und sie finanziell unterstützen.

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass Kiew an der möglichen Unterstützung für die Terrormiliz beteiligt ist. Am Samstag waren Dokumente der Hackergruppe CyberBerkut veröffentlicht worden: Das Staatsunternehmen „Ukroboronprom“ solle über Lieferungen von Komplexen S-125-2D „Petschora-2D“ an Katar, den Titelsponsor des „Islamischen Staates“, verhandelt haben.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Tataren, ATR, Christopher Murphy, Lenur Isljamow, Krim, USA, Russland, Ukraine