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    Beim Flying Display zeigen sich ein Tornado, ein Eurofighter und eine Transall gemeinsam in der Luft am Tag der Bundeswehr

    IS-Bekämpfung: Deutschland erwägt Truppenentsendung in den Nahen Osten

    © Flickr/ Bundeswehr/Vennemann
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    Von Nesawissimaja Gaseta
    Kampf gegen den IS (813)
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    Die Bundeswehr wird sich wahrscheinlich am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" beteiligen, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier haben gestern einen entsprechenden Regierungsbeschluss präsentiert. Dafür wären 134 Millionen Euro nötig. 

    Umfrage

    Der Bundeswehr-Einsatz in Syrien ist
    • nützlich und sinnvoll
      4.5% (177)
    • riskant und folgenschwer
      32.7% (1294)
    • nutz- und sinnlos
      62.8% (2482)
    abgestimmt: 2

    Dem Bundeswehr-Einsatz muss der Bundestag zustimmen, und zwar möglichst schnell. Kanzlerin Angela Merkel hat sogar ihren Auftritt im Parlament vom Mittwoch auf heute vorverlegt. Angesichts der Terroranschläge in Paris kann sich die Bundesrepublik nicht nur mit der Flüchtlingskrise beschäftigen und muss einen konkreten Beitrag zur Terrorbekämpfung leisten.

    Dabei geht es um den Einsatz von vier bzw. sechs Aufklärungsflugzeugen Tornado in Syrien, die derzeit auf einem Stützpunkt in Schleswig Holstein stationiert sind. Diese von Deutschland, Großbritannien und Italien gemeinsam entwickelten Flugzeuge sind mit neuen israelischen Anlagen ausgestattet, dank denen sie hochaufgelöste Fotos aus einer Höhe von fünf Kilometern machen können. Im Nahen Osten könnten diese Maschinen auf dem türkischen Fliegerstützpunkt Incirlik oder im jordanischen Amman stationiert werden. Vermutlich wird die deutsche Seite die Aufklärungsangaben an die französischen Kollegen weiterleiten. Experten schließen nicht aus, dass die Franzosen diese Informationen auch den Russen mitteilen könnten.

    Außerdem will Berlin eine moderne Korvette der Klasse F124 zur syrischen Küste schicken, die den französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ unterstützen soll. Infrage kommt auch die Teilnahme eines deutschen Tankflugzeugs am internationalen Einsatz. Dem Generalinspektor der Bundeswehr, Volker Wicker, zufolge könnte die Zahl der deutschen Soldaten, die an der Syrien-Mission teilnehmen werden, 1200 erreichen.

    Deutsche Militärausbilder befinden sich bereits im Nahen Osten, wo sie irakischen Kurden den Umgang mit deutschen Waffen im Kampf gegen IS beibringen.

    Der Bundestag wird voraussichtlich der Entsendung der deutschen Kräfte in den Nahen Osten zustimmen, denn die Regierungskoalition (CDU und SPD) verfügt über die Stimmenmehrheit.

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    Tags:
    Flugzeugträger „Charles de Gaulle, Korvette der Klasse F124, SPD, CDU, Terrormiliz Daesh, Bundestag, Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Syrien, Deutschland