15:29 19 September 2020
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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Am Mittwoch berichtete das russische Verteidigungsministerium vor geladenen 90 Militärattachés und mehr als 300 Journalisten im Nationalen Verteidigungszentrum über die bisherige Bilanz im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS).

    Währenddessen flog die russische Luftwaffe weiterhin ihre Angriffe auf IS-Stellungen in Syrien, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Wie der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow sagte, müssen die Finanzierungsquellen der Terroristen vernichtet werden, um IS wirkungsvoll zu bekämpfen.

    Am selben Tag erklärte US-Außenminister John Kerry, dass die Türkei nach Gesprächen zugestimmt habe, die Grenze zu Syrien zu schließen, um „den Ölschmuggel zu stoppen“. 

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt, dass seine Familie in Ölgeschäfte mit den Terroristen verwickelt sei. Die angeblichen Tankwagen an der syrisch-türkischen Grenze seien ‚geopolitische Täuschungsmanöver‘, so der türkische Staatschef. Moskau legte jedoch Beweise vor, dass die Türkei in illegale Ölgeschäfte mit dem „Islamischen Staat“ verwickelt ist.

    Nach Angaben des russischen Generalstabs sind drei in die Türkei führende Öllieferrouten aus den von der Terrormiliz eroberten Gebieten in Syrien und im Irak entdeckt worden. Im Westen führe eine Route zu den türkischen Häfen im Mittelmeer, im Norden zu einem Ölverarbeitungswerk in der Türkei und im Osten zu einer großen Drehscheibe in der Ortschaft Cizre, so der russische Generalleutnant Sergej Rudskoi.

    Nach dem Abschuss eines Su-24-Bombers durch das türkische Militär hatte Russland seine Aktivitäten in Syrien verstärkt. Nach Angaben des russischen Militärs sind 32 Ölverarbeitungsanlagen, elf Ölverarbeitungsfabriken, 23 Ölpumpanlagen und 1080 Tankwagen im Laufe von zwei Monaten vernichtet worden.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sind die Einnahmen der Terrormiliz aus dem Ölschmuggel wegen des russischen Militäreinsatzes um die Hälfte zurückgegangen.

    Zuvor hatte US-Generalstabschef Joseph Dunford berichtet, dass die US-Luftwaffe ihre Angriffe auf Öl-Objekte der Terrormiliz erhöht habe. Nach Pentagon-Angaben sind die Einnahmen der Terrormiliz aus dem illegalen Ölhandel alleine im vorigen Monat um 43 Prozent gesunken. Woher diese Zahlen stammen, ist jedoch unklar. Trotzdem wird weiterhin Erdöl aus Syrien in die Türkei geliefert, weil sich die Terrormiliz an die Situation angepasst hat.

    Dem russischen Generalleutnant Michail Mesintsew zufolge wird die Türkei weiterhin Öl kaufen. Laut russischen Geheimdiensten haben in der vergangenen Woche rund 2000 Rebellen, mehr als 120 Tonnen Munition und rund 250 Transportfahrzeuge die türkische Grenze zur Unterstützung der Terrororganisationen  „Islamischer Staat“ und „Dschebhat an-Nusra“  passiert. Mesintsew versprach, in der nächsten Woche genauere Informationen über die Lieferungen von Waffen, Munition und Fernmeldemitteln von der türkischen Seite an die Terroristen vorzulegen.

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    Öl, SU-24, Terrormiliz Daesh, John Kerry, Sergej Rudskoi, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Syrien