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01:34 15 Oktober 2019
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    IS-Terrormilizen in Rakka

    Ex-US-Senator: Russland und USA sollten gemeinsam Kern-Terrorismus bekämpfen

    © AFP 2019 / Mezar Matar
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    Russland und die USA sollten eine Koalition zur Bekämpfung des nuklearen Terrorismus bilden. Darauf einigten sich die Teilnehmer einer russisch-amerikanischen Konferenz zur Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen in Washington, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Freitag.

    Sonst könnten der so genannte "Islamische Staat"  und andere terroristische Gruppierungen Atomwaffen in ihre Hände bekommen, warnten die Experten. Diese Debatte ist eine der wenigen verbliebenden Möglichkeiten für den Dialog über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen nach der Anspannung der Beziehungen zwischen beiden Ländern. Moskaus Weigerung, am Gipfeltreffen für Nuklearsicherheit in Washington Ende März 2016 teilzunehmen, wurde zu einem weiteren Beweis dafür, dass sich beide Seiten bezüglich des größten Problems der internationalen Sicherheit nicht verstehen.

    Der Leiter des russischen Zentrums für internationale Sicherheit am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen, Alexej Arbatow, verwies darauf, dass Moskaus Entscheidung nur „die Spitze des Eisbergs“ sei. Auf dem Gebiet Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle gebe es viele weitere Schwierigkeiten. Unter anderem erwähnte der Experte in diesem Kontext die diesjährige gescheiterte Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag, auf der keine Abschlusserklärung vereinbart werden konnte, die unklaren Perspektiven des Vertrags über das Verbot von Atomwaffentests (die USA und mehrere andere Länder haben das Dokument immer noch nicht ratifiziert) und die Kontroversen über Washingtons Absichten zur Aufstellung seiner Raketenabwehrsysteme in Europa. Zudem bedauerte Arbatow, dass das russisch-amerikanische Zusammenwirken im Rahmen des Nunn-Lugar-Programms vor drei Jahren eingestellt worden sei, während das neue entsprechende Abkommen im Grunde nicht funktioniere.

    IS-Kämpfer
    © REUTERS / Social Media Website via Reuters

    Die Atomwaffengefahr könnte  allerdings ein neues Niveau erreichen, und zwar wegen der Terrormiliz "Islamischer Staat". „Das Paradox unserer Zeit besteht darin, dass die Gefahr der Anwendung von Atomwaffen trotz des Abbaus der Atomwaffenvorräte in der Welt zunehmend wächst“, warnte der Exekutivdirektor der Stiftung „Nuclear Threat Initiative“ (NTI) und ehemalige Senator Sam Nunn. Er forderte Moskau und Washington auf, die Kräfte zu bündeln, um jeglichen Versuchen der islamischen Radikalen zum Einsatz von Atomwaffen gegen  friedliche Zivilisten vorzubeugen. Besonders beunruhigend sei der Schmuggel von nuklearen Stoffen. Angesichts dessen müssten Moskau und Washington anderen Ländern bei der Förderung von Schutzmaßnahmen bei der Aufbewahrung von nuklearen Stoffen helfen.

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    Nuklearkrieg, Atomwaffen, Terrormiliz Daesh, USA, Russland