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02:30 21 September 2019
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    Russlands Militär-Infrastruktur in der Arktis

    Viel Arbeit im Hohen Norden – Russland baut Militär-Infrastruktur in der Arktis aus

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    Russland geht es zwar nicht um die Militarisierung der Arktis, aber es wird seine militärische Infrastruktur im Hohen Norden wiederaufbauen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Wie der für die Rüstungsindustrie zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin gestern bei einem internationalen Forum zum Thema „Arktis: Gegenwart und Zukunft“ sagte, ist dieses Vorgehen Russlands „auf die Schaffung von günstigen und ruhigen Lebens- und Arbeitsbedingungen“ ausgerichtet.

    Vize-Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow zeigte sich überzeugt, dass für die weitere Förderung der Sicherheit Russlands angesichts der potenziellen Gefahren in der Arktis „eine ständige militärische Präsenz“ in der Region nötig sei.

    Die Entscheidung zum Ausbau der russischen Militärpräsenz im Hohen Norden hatte Präsident Wladimir Putin im September 2013 getroffen. Damals kündigte er den Wiederaufbau eines seit fast 20 Jahren stillgelegten Militärstützpunktes auf den Neusibirischen Inseln an.

    Die Errichtung der dortigen Objekte hat zwei Jahre in Anspruch genommen. Vor einer Wochen wurden russischen Medien zufolge die Arbeiten zur Einrichtung von sechs Stützpunkten auf den Inseln Kotelny (Neusibirische Inseln), Alexandraland (Franz-Josef-Land), Srednij (SewernajaSemlja) sowie im Dorf Rogatschowo (Nowaja Semlja), auf dem Kap Schmidt und auf der Wrangelinsel beendet.

    General Bulgakow zufolge werden in dieser Region bis Ende dieses Jahres 440 militärische Infrastrukturobjekte gebaut. 2015 seien insgesamt mehr als 106.000 Tonnen Baustoffe dorthin geliefert worden – „fast dreimal so viel wie 2014“, ergänzte Bulgakow. 2016 werde die Infrastruktur weiterhin ausgebaut, und 2017 sollen Flugplatzeinrichtungen geschaffen werden. 2018 könnten dort Truppen stationiert werden.

    Parallel mit den Bauarbeiten werden im Hohen Norden auch zahlreiche Militärübungen organisiert. Eine Quelle im russischen Generalstab betonte, dass die Gewährleistung der Sicherheit in der Arktis unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen wichtig sei: Dort gebe es immerhin große Öl- und Gasvorkommen, die von mehreren nichtarktischen Staaten beansprucht werden. Für 2016 seien im Hohen Norden mehrere Dutzend Übungen geplant.

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