Widgets Magazine
23:31 22 Oktober 2019
SNA Radio
    US-Spionageflugzeuge P-8 Poseidon

    US-Spionageflüge empören China

    © Foto : US Navy / Anthony Petry
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Von
    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
    1313011
    Abonnieren

    Singapur beteiligt sich zwar formell nicht an Militärbündnissen, geht de facto jedoch auf Konfrontationskurs zu China auf hoher See, indem es den USA erlaubt, Spionage-Flugzeuge auf der Insel zu stationieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Peking bezeichnete die Vereinbarung zwischen Singapur und den USA als einen Schritt zur Militarisierung der Region, in der US-Schiffe und Bomber an künstlichen Inseln Kontrollaktionen veranstalteten. Experten zufolge wird China jedoch Zusammenstöße vermeiden und sich auf die Modernisierung der eigenen Seestreitkräfte und den Bau von Flugzeugträgern konzentrieren.

    Die USA und Singapur haben die Stationierung der US-Spionageflugzeuge P-8 Poseidon auf dem Territorium des Inselstaates vereinbart.

    Das erste Aufklärungsflugzeug soll sich bis zum 14. Dezember in Singapur befinden. Laut Reuters geht es bei der Vereinbarung zwischen den USA und Singapur um eine direkte Herausforderung an China, das Ansprüche hinsichtlich der Kontrolle über das Südchinesische Meer erhebt.

    Das Dokument wurde von Pentagon-Chef Ashton Carter und dem Verteidigungsminister Singapurs Ng Eng Chen unterzeichnet. Die Poseidon-Flugzeuge nutzen bereits regelmäßig Stützpunkte in Japan, auf den Philippinen sowie starten von den benachbarten malaysischen Stützpunkten ihre Überwachungsflüge.

    Das chinesische Außenministerium bezeichnete dieses Abkommen als einen Schritt zur Militarisierung der Region. Das chinesische Militär kündigte an, die US-Flüge genauestens zu überwachen.

    Internationale Experten zerbrechen sich den Kopf, wie weit China beim Schutz der Insel gehen wird. Trotz mehrfacher lautstarker Proteste geht Peking sehr vorsichtig vor. China vermeidet Provokationen nicht nur gegenüber den USA, sondern auch gegenüber den Japanern. In Bezug auf Tokio geht es um den langjährigen Streit um die Senkaku-Insel im Ostchinesischen Meer. Vor kurzem fanden jedoch chinesisch-japanische Verhandlungen zu diesem Thema statt. Beide Seiten vereinbarten, die Kooperation auf hoher See und in der Luft auszubauen. Somit strebt niemand Konflikte mit Gewaltanwendung an.

    Doch das bedeutet nicht, dass sich Peking damit abfinden wird, dass die USA und ihre Verbündeten im westlichen Teil des Pazifischen Ozeans dominieren. Die Antwort auf diese Herausforderung wird nicht kurzfristig, sondern langfristig sein. China modernisiert seine Kriegsflotte mit neuesten Waffen, baut U-Boote mit nuklearen Raketen und Flugzeugträger. Letztere ziehen große Aufmerksamkeit der internationalen Beobachter auf sich. Die kanadische Zeitung „Kanwa Defense Review“ berichtete, dass der Stapellauf des ersten chinesischen Flugzeugträgers 2016 stattfinden soll.

    Laut dem russischen Fernostexperten Pawel Kamennow stammt der erste chinesische Flugzeugträger, Liáoníng, nicht aus chinesischer Produktion. Mit ihm sollen Erfahrungen beim Bau und bei Übungen gesammelt werden. Doch in China gebe es bereits ein Programm zum Bau von Flugzeugträger bis 2020. Bis 2016 sollen zwei Flugzeugträger mit konventionellen Antrieben in Dienst gestellt werden. Bis 2020 sollen zwei weitere atomgetriebene Flugzeugträger hinzukommen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    China und USA auf Konfrontationskurs (73)

    Zum Thema:

    Chinas Aufholjagd auf US-Navy: „Nur eine Frage der Zeit“
    Medien: US-Raketenstart im Pazifik war ein Signal an Russland und China
    China vs. USA auf See: „Vorwand für Säbelrasseln“
    Verfolgungsjagd: Chinesisches U-Boot bedrängt US-Flugzeugträger
    Tags:
    Jagdflugzeug P-8 Poseidon, China, Singapur, USA