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05:35 15 Oktober 2019
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    Luftabwehrraketenkomplex S-400-Triumf

    Triumph vs. Patriot: Pentagon besorgt über Export russischer S-400-Raketen

    © AFP 2019 / Kirill Kurdzantsev
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    Während die USA Pläne zum Aufbau ihres PGS-Systems (Prompt Global Strike) hegen, will Russland seine Streitkräfte und die seiner Verbündeten mit neuesten Flugabwehrraketen des Typs S-400 Triumph ausrüsten, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Für Moskau stehen Milliarden Dollar auf dem Spiel. Laut militärdiplomatischen Quellen wird die Unterzeichnung eines Vertrages über die Lieferung von fünf Regimentern (zehn Divisionen) von S-400-Raketen eines der wichtigsten Themen beim gestern begonnenen Russland-Besuch des indischen Premiers Narendra Modi sein.

    Experten halten diesen Deal für sehr wahrscheinlich, unter anderem deshalb, weil das indische Komitee für Rüstungskäufe ihm jüngst zugestimmt hat. Laut indischen Medienberichten könnte der Vertrag bis zu 5,8 Milliarden Dollar wert sein. Russische Medien schätzen ihn auf „nur“ 2,5 Milliarden Dollar.

    2014 hatte der Waffenhandel zwischen Moskau und Neu-Delhi 4,7 Milliarden Dollar betragen.

    Bis zuletzt hatte Moskau in Bezug auf den Export von S-400-Raketen eine andere Politik gefahren. Er war nämlich verboten, solange nicht die russischen Streitkräfte mit Waffen dieses Typs ausgerüstet sind. Bis 2020 sollen sie 56 S-400-Divisionen erhalten. Derzeit verfügen sie über 25 Divisionen. Sechs von ihnen waren bis zuletzt bei Moskau stationiert. Eine wurde allerdings inzwischen auf dem Militärstützpunkt Hmeimim nahe der syrischen Hafenstadt Latakia aufgestellt.

    In Moskau begreift man offensichtlich, wie wichtig es ist, S-400-Raketen nicht nur auf dem russischen Territorium, sondern auch im Ausland zu stationieren, und zwar in Gebieten, wo US-Militärstützpunkte liegen bzw. PGS-Elemente entfaltet sind. Zu den potenziellen Käufern der neuesten Waffen gehören laut Medienberichten China, Algerien, Iran, Ägypten, Serbien und Kuba.

    „Mehrkanal-Fla-Raketensysteme sind ein universales Mittel gegen jegliche Probleme im Luftabwehrbereich“, zeigte sich der Dozent der russischen Schukow-Militärakademie für Luft- und Weltraumverteidigung, Alexander Rastjapin, überzeugt. „Die erste Frage, die die Amerikaner stellen, ist, ob in diesem oder jenem Land russische S-300PS- bzw. S-300PM-Komplexe stehen. Die Länder, die sie haben, können ruhig leben.“

    Die S-400-Systeme sind aber noch moderner und besser als das Vorgängermodell. Laut Informationen aus offenen Quellen wurden in Russland bereits neueste Raketen mit größerer Reichweite (bis 400 Kilometer) für S-400-Komplexe getestet.

    Der Export von S-400-Raketen könnte unter anderem dank zwei neuer Betriebe ausgebaut werden, die bald in den Gebieten Kirow und Nischni Nowgorod fertiggestellt werden.

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    Flugabwehrraketensystem Patriot, Triumph, S-400, Russland