05:59 23 Oktober 2018
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    Russische Luftwaffe auf dem Luftstützpunkt Hmeimim

    Russland hat Nahost-Luftraum unter voller Kontrolle

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    Nesawissimaja Gaseta
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Die russische Luftwaffe fliegt weiter intensive Angriffe gegen die Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Seit Beginn der russischen Operation in Syrien am 30. September seien 5.240 Angriffe geflogen worden, teilte der Leiter der operativen Hauptverwaltung, Generalleutnant Sergej Rudskoi, am Freitag bei einem Briefing des Verteidigungsministeriums mit. „Die russischen Luft- und Weltraumkräfte fliegen jeden Tag Raketen- und Bombenangriffe gegen die wichtigsten Infrastrukturobjekte, Stützpunkte, Militärtechnik und Terroristen“, so der General. Dafür sei ein Aufklärungssystem eingerichtet worden, um die Standorte der Extremisten sicher ermitteln zu können, so Rudskoi.

    Rudskoi zufolge setzen die Regierungstruppen sowie die Einheiten der patriotisch gestimmten Opposition dank Unterstützung der russischen Fliegerkräfte die Offensive gegen die verbrecherischen Gruppen in allen Richtungen fort. Der größte Erfolg sei in den Provinzen Aleppo, Latakia und in den Vororten von Damaskus zu erkennen.

    Die Regierungstruppen erweitern die Sicherheitszone um den Flugplatz Kuweyres und entwickeln eine Offensive in Richtung Idlib. In der vergangenen Woche wurden fünf Ortschaften befreit. Bei Damaskus übernahmen die Regierungstruppen die Kontrolle über die Ortschaft Mardsch-Sultan.

    In der letzten Woche wurden 37 Ölförderobjekte der Terroristen sowie 17 Tanklaster-Konvois vernichtet. Seit Beginn der russischen Operation wurden rund 2.000 Tanklaster zerstört.

    „Jetzt bekommen wir S-400-Raketenkomplexe, ein Komplex wurde nach Syrien geliefert. Nachdem er angekommen war, wurde sofort Ordnung im Luftraum geschaffen“, sagte der Oberkommandeur der russischen Luft- und Weltraumtruppen, Viktor Bondarew.

    Die russischen Flugabwehrsysteme werden im Nahen Osten und in ganz Asien zunehmend gefragter. Ein Beispiel dafür war der vieldiskutierte Vertrag zur Lieferung von S-300-PMU1-Systemen an den Iran. Moskau und Teheran hatten den Vertrag bereits 2007 geschlossen. Doch 2010 wurde der Deal abgesagt, und zwar nach der Verabschiedung der Resolution des UN-Sicherheitsrates, als das Verbot für die Lieferung von schweren Waffen an den Iran verhängt wurde.

    Teheran reichte daraufhin eine Klage gegen den Rüstungsexporteur Rosoboronexport in Höhe von rund vier Milliarden US-Dollar ein. Am Samstag teilte der Industrie- und Handelsminister Denis Manturow mit, dass Russland die Bestätigung bekommen habe, dass der Iran diese Klage zurückgenommen hat. An den Iran werden vier Divisionen neuer Flugabwehrkomplexe S-300-PMU2 im Wert von rund einer Milliarde Dollar geliefert.

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    Tags:
    S-400, Terrormiliz Daesh, Sergej Rudskoi, Syrien, Russland