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02:02 21 Juli 2019
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    Serbischer Soldat

    Russische Waffen sorgen für Gleichgewicht auf dem Balkan

    © Sputnik / Oleg Ivanov
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    Kommersant
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    Als Reaktion auf die Pläne Kroatiens, bei den USA operativ-taktische Raketen vom Typ MGM-140 ATACMS zu erwerben, zeigt Serbien Interesse an russischen Flugabwehrsystemen Tor, Panzyr und Buk sowie an Kampfjets MiG-29, schreibt „Kommersant“ am Freitag.

    Eine Liste der benötigten Waffen wurde von serbischen Militärs bereits nach Moskau gesandt. Die serbisch-russische Kommission für militärtechnische Kooperation wird sie bis zum Ende Januar erörtern.

    „Wir werden diese Liste detailliert analysieren, diskutieren und nach Möglichkeit erfüllen“, sagte der russische Vizepremier Dmitri Rogosin. Nach „Kommersant“-Angaben würden die Anfragen der serbischen Militärs im Rahmen der russisch-serbischen Kommission für militärtechnische Kooperation erörtert. Die erste Sitzung soll noch bis Ende Januar stattfinden.

    Nach „Kommersant“-Angaben wandte sich Belgrad mit dieser Bitte an Moskau, nachdem Kroatien die Pläne zum Ankauf von US-amerikanischen, operativ-taktischen Raketen MGM-140 ATACMS, die Ziele aus einer Entfernung bis zu 300 Kilometer treffen können, angekündigt hatte. „Serbische Militärs meinten, dass das Auftauchen solcher Waffen auf dem Balkan das Kräfteverhältnis in der Region ändern würde, bekamen jedoch keine Hilfe seitens derer, die sie aktiv in die Nato rufen. Und sie wandten sich an uns“, so eine Quelle. „Serbien wird nicht um Zugeständnisse bitten, obwohl wir begründet viel von Russland erwarten können“, sagte Serbiens Präsident Tomislav Nikolic bei dem Treffen mit Rogosin. „Wir wollen nicht gegen Kroatien kämpfen, das wäre ein sinnloser Krieg Serbiens gegen die Nato“, so Nikolic.

    Die Bedürfnisse der serbischen Militärs sind vorhersehbar. Nach „Kommersant“-Angaben interessieren sie sich für Mittelstrecken- (Buk, Tor) und Kurzstrecken-Flugabwehrsysteme (Panzyr-S1). Die Frage nach der Lieferung der S-300-Systeme wurde bei dem Treffen in Belgrad nicht gestellt, weil der serbische Haushalt für solche Käufe nicht bestimmt ist. Zudem will das serbische Verteidigungsministerium einige MiG-29-Kampfjets kaufen. Serbien hat jetzt insgesamt zehn MiG-29-Flugzeuge, elf MiG-21 sowie einige Kampfjets des Typs J-22 Orao.

    Obwohl keine feste Vereinbarungen zwischen Moskau und Belgrad erreicht wurden, sagte der außenpolitische Berater des US-Präsidenten, Ben Rhodes, dass es nicht im Interesse der Region sei, Spielball zwischen den USA und Russland zu sein wie in Zeiten des Kalten Krieges. Das sei ein destruktives Herangehen.

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    Tags:
    NATO, J-22 Orao, MiG-29, MiG-21, Panzyr-S, Tor-Flugabwehrraketensysteme, Flugabwehr-System Buk, MGM-140 ATACMS, Ben Rhodes, Dmitri Rogosin, Russland, Serbien