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    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
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    Am Sonntag haben die letzten TV-Debatten der demokratischen US- Präsidentschaftskandidaten vor den Primaries stattgefunden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Die Hauptthemen der Diskussion waren Finanzen, der Waffenbesitz, Gesundheitswesen und andere innenpolitischen Fragen. Die Demokraten besprachen ebenfalls internationale Probleme, unter anderem die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran.  An den Debatten nahmen die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, der Senator des US-Bundesstaats Vermont Bernie Sanders und der ehemalige Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley, teil.

    Spitzenkandidatin ist zweifellos Clinton, die laut letzten Umfragen von NBC News und Wall Street Journal von 59 Prozent der demokratischen Wähler unterstützt wird. Ihr Hauptrivale Sanders wird von 34 Prozent unterstützt, O’Malley von lediglich zwei Prozent.

    Clinton wird seit Beginn des Wahlkampfes wegen ihrer Verbindungen zur Wall Street kritisiert. Auch dieses Mal kritisierte Sanders Clinton dafür, dass sie auf die finanzielle Unterstützung nicht verzichtet. Ihm zufolge ist das Finanzierungssystem der Präsidentenkampagnen völlig korrumpiert, weshalb das gesellschaftspolitische Leben des Landes eine Revolution braucht. Laut dem Senator ist die US-Wirtschaft ungerecht, wenn nur ein Prozent der Amerikaner über den gesamten nationalen Reichtum verfügt.

    Sanders zufolge muss das System, in dem Milliardäre Wahlen kaufen, geändert werden. „Ich nehme kein Geld von Großbanken. Ich bekomme keine Belohnung für meine Reden von Goldman Sachs. Mich beunruhigt die Tatsache, wenn Menschen Geld von der Wall Street bekommen“, sagte Senator. Clinton erinnerte daraufhin daran, dass Sanders 2011 Barack Obama „schwach“ nannte und ihn ebenfalls wegen finanzieller Unterstützung durch Wall Street kritisierte, doch es sei gerade Obama gewesen, der das Land aus der großen Rezession befreite.

    Zudem sprach sich der sozialistische Demokrat, wie sich Sanders selbst nennt, für die Schaffung eines Gesundheitssystems, das für alle Amerikaner zugänglich sein würde, aus. Doch Clinton zufolge ist solch ein System nicht erforderlich, weil es bereits ObamaCare gibt, das weiter umgesetzt werden soll.

    Auch in Bezug auf den Waffenbesitz gingen die Positionen der zwei Kandidaten auseinander. Clinton ist für eine härtere Regelung des Waffenbesitzes.

    In Bezug auf Russland sagte Clinton, dass die Beziehungen mit Präsident Wladimir Putin interessant und respektvoll seien. Clinton betonte, sie sei bereit, auf einen neuen Neustart mit Russland einzugehen, falls dies für Washington vorteilhaft sein würde. Bei dem vorherigen Neustart habe Washington einen neuen START-Vertrag und die Möglichkeit bekommen, die US-Truppen in Afghanistan über Russland mit Nachschub zu versorgen. Zudem habe sich Moskau den Iran-Sanktionen angeschlossen.

    Hinsichtlich der Iran-Frage stimmten die Positionen Clintons und Sanders überein. Beide Kandidaten sind für den Atomdeal und rechnen mit einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Washington und Teheran.

    Laut dem stellvertretenden Direktor des USA- und Kanada-Instituts, Waleri Garbusow, gilt Clinton seit mehreren Monaten als Favoritin der Demokraten, wobei andere Kandidaten deutlich zurückbleiben. Dem Experten zufolge hat sie keine Konkurrenten innerhalb der Partei.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Waleri Garbusow, Wladimir Putin, Barack Obama, Martin O’Malley, Hillary Clinton, Russland, USA