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    Russische Waffen-Roboter Platforma-M

    Maschinen statt Soldaten: Setzt Russland in Syrien Roboter ein?

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    Die russischen Truppen in Syrien setzen angeblich Roboter ein, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch unter Berufung auf israelische Medienberichte.

    Quellen in den israelischen Geheimdiensten behaupten, russische Selbstfahrlafetten Akazija, sechs robotergestützte Komplexe Platforma-M und vier Komplexe Argo mit dem automatisierten Lenksystem Andromeda-D seien im Dezember 2015 während eines Kampfes in der Nähe von Latakia eingesetzt worden. Der Verlauf des Gefechts soll in Moskau beobachtet und geleitet worden sein.

    Die russischen Roboter sollen sich den Kämpfern bis auf 100 Meter genähert und das Feuer auf sich gelenkt haben. Dann griffen die Akazija-Komplexe die Stellungen der Terroristen an. Danach wurde die syrische Infanterie eingesetzt. Der Kampf soll nur 20 Minuten gedauert haben.

    Ähnliche Informationen hatte ein Nutzer bereits am 24. Dezember 2015 in einem russischen sozialen Netzwerk veröffentlicht. Experten hatten sie damals allerdings übersehen.

    Laut israelischen Quellen wollen Russland und Syrien die Robotertechnik auch bei der baldigen Offensive in Aleppo einsetzen, das von Mudschaheddin besetzt ist. Militärexperten halten die Roboter für äußerst effizient bei Straßenkämpfen.

    Das russische Verteidigungsministerium wollte diese Behauptungen der Israelis weder bestätigen noch dementieren. Im Dezember 2015 hatte Präsident Wladimir Putin jedoch in einem Pressegespräch gesagt, Syrien wäre ein passender Ort für Übungen russischer Soldaten.

    „Ich lasse durchaus zu, dass in Syrien neue Arten der modernsten Rüstungen (…) eingesetzt wurden. Aus offensichtlichen Gründen ist das jedoch ein geheimes Thema“, sagte der russische Militärexperte Generalleutnant Juri Netkatschew.

    Der frühere Assistent des Befehlshabers des russischen Heeres, Oberst Mussa Chamsatow, zeigte sich überzeugt, dass in der Welt und dementsprechend auch in Russland die Zeit der Roboter gekommen sei. „Ein großer Vorteil der Roboter besteht darin, dass sie bei vielen besonders schwierigen bzw. gefährlichen Aufgaben Menschen ersetzen können“, sagte er. Unter anderem gelte das für Straßenkämpfe. Der Experte wollte die Informationen über den möglichen Robotereinsatz in Syrien aber nicht kommentieren, „weil es keine entsprechenden offiziellen Mitteilungen gab“.

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    Andromeda-D, 2S3 Akazija, Platforma-M, Terrormiliz Daesh, Russland, Syrien, Latakia