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03:39 24 Oktober 2019
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    Weltwirtschaftsforums in Davos

    Kaum noch Zeit für Rettung des Schengen-Raums: Davos erörtert Migrationskrise

    © AFP 2019 / Fabrice Coffrini
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Beim Weltwirtschaftsforum in Davos haben die europäischen Spitzenpolitiker am Donnerstag darüber beraten,wie der Flüchtlingsstrom aus Afrika und dem Nahen Osten gebremst werden kann. Dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte zufolge hat Europa nur noch wenige Wochen, um die Schengen-Zone zu retten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos riefen europäische Top-Politiker dazu auf, möglichst schnell Maßnahmen zu ergreifen, um die europäischen Außengrenzen zu sichern und die Flüchtlingskrise nach dem beschlossenen Plan in den Griff zu bekommen. Laut „Financial Times“ sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, dass den Europäern nur noch sechs bis acht Wochen bleiben, um die Schengen-Zone zu retten.

    Im Frühling werde sich die Zahl der Migranten vervierfachen, so Rutte. Die europäischen Länder seien überfordert. Sollten die Binnengrenzen geschlossen werden, droht dem Schengen-Raum das Ende. Die Außengrenzen Europas müssten befestigt, das Abkommen zwischen der EU und der Türkei umgesetzt und Flüchtlingsquoten in den EU-Ländern eingeführt werden, so Rutte.

    Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble warb für eine „Koalition der Willigen“ in Europa, die möglichst schnell Milliarden in die Nachbarregionen Europas investieren müssen, um den Druck auf die Außengrenzen der EU zu verringern.

    Der Schlagbaum-freie Schengen-Raum existiert im Grunde ohnehin schon nicht mehr: Vor kurzem machten Schweden, Norwegen, Österreich und Dänemark ihre Grenzen dicht.

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