07:04 15 Dezember 2017
SNA Radio
    Landkarte Europas auf der griechischen Insel Lesbos

    Flüchtlingsansturm: Der gelenkte Zerfall Europas?

    © AFP 2017/ Dimitar Dilkoff
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Rossijskaja Gaseta
    Migrationsproblem in Europa (1281)
    271709

    Am Dienstag haben die EU-Justiz- und Innenminister Gesetzesmaßnahmen gefordert, um den Flüchtlingsansturm zu stoppen. Die Grenzen sollen bis zu zwei Jahre geschlossen werden können. Wenn die EU-Behörden der Initiative der Minister zustimmen, wird das Schengen-Abkommen auf höchster EU-Ebene außer Kraft gesetzt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“.

    Laut mehreren westlichen Politikern und Medien führt die Migrationskrise zum Zusammenbruch der EU. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, soll Russland den Zerfall der EU forcieren. Dafür sollen russische Medien verantwortlich sein, die das Geschehen in Deutschland falsch darstellen. In diesem Zusammenhang zitierte „Der Spiegel“ den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Juden nach Russland eingeladen hat, die sich in Europa unsicher fühlen.

    Tatsächlich reagiert die Bundesregierung effektiv und hat alles unter Kontrolle, schreibt das Nachrichtenmagazin. Allerdings scheitert die deutsche und europäische Presse bei dem Versuch, die Ausdehnung der Migrationskrise zu verdecken.

    Migranten, aus Dänemark kommend, treffen in Malmo, Schweden ein
    © AFP 2017/ TT NEWS AGENCY / Johan Nilsson

    Am Dienstag hatte der Chef der Deutschen Polizei-Gewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, mitgeteilt, dass die Polizei schon längst die Kontrolle verloren habe und nur etwa zehn Prozent der Flüchtlinge registriere. „Tatsächlich wird von den allermeisten Flüchtlingen nicht einmal der Name aufgeschrieben“, so Wendt. Der Grund dafür sei der Zeit- und Personalmangel. Dem Chef der Polizei-Gewerkschaft zufolge ist die Zahl der Migranten (7.200), die nach dem 14. September 2015 abgewiesen worden waren, falsch. Experten sprachen von rund 300.000 nicht registrierten Flüchtlingen in Deutschland.

    Sollen nun russische Medien die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Bundespolizei den Politikern zuliebe falsche Berichte vorlegt? Die deutsche Polizei soll Straftaten von Flüchtlingen absichtlich verschwiegen haben: Nach der Silvesternacht waren alleine in Köln über tausend Anzeigen wegen Straftaten von Arabern bei der Polizei eingegangen. Die Polizei ihrerseits hatte angegeben, dass die Silvesternacht ohne Zwischenfälle verlaufen sei. Nun droht diese „Konfidenz“ der EU mit einem Zusammenbruch.

    Haben die „Spiegel“-Journalisten keine Kenntnis davon, dass die Bürgermeister in europäischen Städten Schwimmhallenverbote für Flüchtlinge verhängen und Merkblätter mit Hinweisen an die Flüchtlinge verteilen, wie man sich in der Öffentlichkeit verhält und mit Frauen umgeht? Als ob diese Papiere die Mentalität der auf arabischen Straßen aufgewachsenen und nach den Prinzipien des konservativen Islams lebenden Migranten verändern. Oder glaubt die EU, dass die Europäer Tausenden Flüchtlingen, die sich nicht an europäische Gesetze halten, sondern sie transformieren wollen, die europäischen Werte beibringen können?

    Es ist nicht verwunderlich, dass besorgte deutsche Bürger Kundgebungen abhalten und fordern, die deutschen und christlichen Werte zu schützen. Auch nationalistische Bewegungen sind auf diesen Zug aufgesprungen. Doch der größte Teil der deutschen Presse bewertet diese Proteste negativ, als ob das künstliche Totschweigen die Migrationskrise Europa vor dem Zusammenbruch rettet. In der letzten Zeit haben aber etwa 8.000 Juden Frankreich verlassen, wofür die europäischen Behörden verantwortlich sind, und nicht Russland.

    Diejenigen, die diese Probleme verursachen und die Migranten nach Europa lenken, wünschen den Zusammenbruch Europas. Aufrichtige europäische Politiker sprechen schon lange davon, dass die Mehrheit der Flüchtlinge aus der Türkei nach Europa „startet“, die indirekt ihre Pläne fördert, in die EU zu siedeln. Das in der Türkei geschaffene Migranten-Fließband funktioniert Tag und Nacht. Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den Flüchtlingszustrom als „organisierte Invasion“ bezeichnet. Erfahrungen aus anderen Ländern, in denen es Ghettos gibt, zeigen, dass Integration praktisch unmöglich ist, so Zeman. Aber die EU glaubt immer noch an die Möglichkeit, mit denen zu verhandeln, die Europa den Zerfall wünschen.

    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1281)

    Zum Thema:

    Zurück zu Grenzkontrollen in Europa: „Nur der Anfang vom Ende“ – Experte
    Zeman: NATO sollte EU-Grenzen vor Flüchtlingen schützen
    Moskau: Migrationspolitik der EU gefährdet den ganzen Kontinent
    Flüchtlingskrise: „Ende der EU wahrscheinlich“ - Experte
    Tags:
    Polizei, Migranten, EU, Rainer Wendt, Frankreich, Köln, Russland, Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren