09:22 29 Januar 2020
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    Die Spannungen im Luftraum über den Grenzgebieten Syriens und der Türkei spitzen sich weiter zu, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Ankara warf Moskau erneut die Verletzung des türkischen Luftraums durch eine russische Su-34-Maschine an der Grenze zu Syrien vor. Das türkische Außenministerium verkündete am Samstag, das ein russischer Kampfjet am 29. Januar in den türkischen Luftraum eingedrungen und 20 bis 25 Sekunden über der Provinz Gaziantep geflogen sei. Die Meldung der Türken wurde auch vom Pentagon bestätigt, obwohl keine Beweise vorgelegt wurden.

    Das russische Außenministerium weist den türkischen Vorwurf zurück. „Es gab keine Verletzung des Luftraums der Türkei durch ein Flugzeug der russischen Fliegergruppe in der Syrischen Arabischen Republik. Die Verkündigung der türkischen Seite über eine angebliche Verletzung des Luftraums durch ein russisches Su-34-Flugzeug ist unbegründete Propaganda“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministerium, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Samstag.

    Mehr zum Thema: Türkei versetzt ihre Luftstützpunkte in erhöhte Alarmbereitschaft — Medien

    Der Chef des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten beim Föderationsrat, Konstantin Kossatschow, sagte: „Die Bündnisbeziehungen zwischen Russland, den USA und der Türkei sollten im gemeinsamen Antiterrorkampf bestehen. Im Rahmen dieser Beziehungen hätte die Türkei auch bei Notwendigkeit kurzfristige Nutzungen ihres Luftraums durch Fliegerkräfte der Länder erlauben können, die gegen den Terrorismus kämpfen. Dann hätte es auch keine Gründe zu Besorgnis gegeben. Doch es geschieht umgekehrt. Die Türkei sucht nach jedem Anlass, um sich am Verlauf der Antiterroroperation zu stören, an der Russland teilnimmt, was die Operation kaum fördert. Das wird erneut durch das doppelte Spiel bestätigt, das Ankara in der Syrien-Situation spielt.“

    Dass sie Drohungen aussprechen und mit ihren Handlungen den Ölhandel mit dem „Islamischen Staat“ vertuschen wollen, sei bereits ein politisches Spiel, sagte der Chef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates, Viktor Oserow.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag erklärt, dass Russland mit Konsequenzen rechnen müsse, falls es weiter den türkischen Luftraum verletze. Ankara rief auf allen Luftwaffenstützpunkten die Alarmstufe Orange aus und versetzte damit seine Streitkräfte in völlige Einsatzbereitschaft. Den Piloten wurde erlaubt, das Feuer gegen jedes Fluggerät nach eigenem Ermessen ohne jegliche Anfragen beim Kommando zu eröffnen.

    Wie hat die russische Luftwaffe auf die offen provokativen Handlungen der türkischen Seite reagiert? Viele Medien berichteten am Montag von der Verlegung von vier Mehrzweckkampfjets Su-35S auf den Stützpunkt Hmeimim in Latakia. Die Su-25S ist ein modernisierter Kampfjet der 4++-Generation, der mit neuer Avionik und Radaranlagen und Triebwerken mit einer größeren Schubkraft ausgestattet ist. Dank ihren technischen Daten ist die neue Maschine allen taktischen Kampfjets der Generation 4 und 4+ wie Rafale und EF 2000 sowie modernisierten Kampfjets des Typs F-15, F-16, F-18 und F-35 überlegen und kann dem F-22A-Kampfjet auf gleichem Niveau Widerstand leisten.

    Infografik: Die Möglichkeiten des russischen Kampfjets Su-35

    Die Su-35 ist vor allem für Luftkämpfe und das Ergreifen der Überlegenheit am Himmel bestimmt. Moskau nimmt die Drohung Ankaras offenbar ernst und ist bereit, auf sie zu antworten. Zusammen mit dem Flugabwehrsystem S-400 nahe des Stützpunktes Hmeimim und einem Flugabwehrsystem an Bord des Kreuzers „Warjag“ im Mittelmeer gibt es ein Abwehrsystem gegen Angriffe der türkischen Luftwaffe.

    Zudem finden vom 1. bis zum 5. Februar im Rahmen des internationalen „Open Skies“-Vertrages russische Überwachungsflüge mit An-30B-Flugzeugen über dem Territorium der Türkei statt. Es ist nicht schwer zu erraten, welche Militärobjekte die russischen Beobachter interessieren. Zudem verfügt Russland über Marschflugkörper, die vom Kaspischen und Schwarzen Meer auf mehr als 2.000 Kilometer entfernte Ziele abgefeuert werden können. Sobald die Türkei Schläge versetzt, können sowohl fliegende Flugzeuge als auch Flugzeuge auf Flugplätzen beschossen werden.

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    Tags:
    Stützpunkt Hmeimim (Syrien), S-400, Su-35S, Su-34, Konstantin Kossatschow, Recep Tayyip Erdogan, USA, Russland, Türkei