19:28 03 August 2020
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    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)
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    Die nordkoreanischen Behörden haben ihre Absicht kundgetan, demnächst einen Beobachtungssatelliten zu starten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Der Satellit soll zwischen dem 8. und 25. Februar mit einer nordkoreanischen Trägerrakete gestartet werden. Die nordkoreanischen Behörden haben diesbezüglich bereits die entsprechenden UN-Institutionen benachrichtigt.

    Nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo News will Pjöngjang einen Satelliten des Typs Kwangmyŏngsŏng in den Orbit bringen, der im Laufe von vier Jahren Daten im hohen Frequenzbereich und Videos in X-Frequenz übermitteln soll.

    Frühere Starts solcher Satelliten gab es 1998, 2009 und 2012. Nach den ersten beiden Malen wurden keine Satelliten im Orbit entdeckt, obwohl die nordkoreanische Führung von ihrer erfolgreichen Nutzung berichtete. Der Start von nordkoreanischen Satelliten stößt traditionell auf scharfe Kritik Südkoreas, Japans und der westlichen Staaten, die der Meinung sind, dass das wahre Ziel Nordkoreas bei diesen Operationen die Tests von ballistischen Raketen sei, was Resolutionen des UN-Sicherheitsrates diesem Land verbieten.

    Laut dem Ostasien-Berater des US-Außenministers, Daniel Russel, würde der Start eines Satelliten ein krasser Verstoß gegen die internationalen Verpflichtungen sein, die Nordkorea zuvor übernommen hatte. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, fügte hinzu, dass die USA in Bezug auf das nordkoreanische Atomproblem nicht nur mit den Verbündeten Südkorea und Japan, sondern auch mit Russland und China eng kooperieren. Peking spielt traditionell eine zentrale Rolle bei der Einflussnahme auf Nordkoreas Politik.

    China gilt traditionell als engster Verbündeter Nordkoreas. Auf China entfallen 77 Prozent des nordkoreanischen Handelsumsatzes und ein großer Teil der humanitären Hilfe. Doch wie der russische Korea-Experte Andrej Lanjkow betont, haben sich die gegenseitigen Beziehungen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Peking hat mittlerweile fast keine Einflusshebel mehr auf Pjöngjang.

    Ein Sprecher der Präsidialverwaltung Südkoreas sagte, dass sich das Land darauf vorbereitet, notwendige Maßnahmen angesichts der Handlungen Nordkoreas zum Start einer Langstreckenrakete zu treffen.

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    X-Frequenz, Josh Earnest, Daniel Russel, Japan, Südkorea, USA, Nordkorea