14:47 26 September 2017
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    Anti-Nordkorea-Protestaktion in Südkorea

    Nach Raketenstart: Japan und Südkorea verschärfen Sanktionen gegen Nordkorea

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    Nordkoreas Start einer Trägerrakete mit dem Satelliten Kwangmyong-4 am 7. Februar unter Umgehung der UN-Resolutionen ist von der Weltgemeinschaft scharf verurteilt worden. Südkorea hat als Reaktion darauf angekündigt, den mit Nordkorea gemeinsam betriebenen Industriepark Kaesong zu verlassen.

    Auch Japan bereitet restriktive Maßnahmen vor, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag. 

    Die südkoreanischen Behörden stellen zum ersten Mal seit zehn Jahren den Betrieb des gemeinsamen Industriekomplexes Kaesong ein. Darüber berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf den Wiedervereinigungsminister Hong Yong-pyo. Ihm zufolge wird Nordkorea nach Einstellung der Arbeiten in dem Industriepark nicht mehr auf seine Ressourcen für die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zugreifen können.

    Neue Sanktionen gegen Nordkorea bereitet auch Japan vor. Medienberichten zufolge soll nordkoreanischen und aus Nordkorea kommenden ausländischen Schiffen der Zugang zu japanischen Häfen verboten werden, ein entsprechendes Sanktionspaket sei bereits in Arbeit. Wie die Agentur Kyodo News berichtet, will die japanische Regierung auch Geldüberweisungen nach Nordkorea verbieten, ausgenommen sind humanitäre Hilfen.

    Zurzeit erwägt der UN-Sicherheitsrat die Verschärfung der internationalen Sanktionen gegen Nordkorea. Es gibt bereits fünf Resolutionen, die Nordkorea die Entwicklung von nuklearen Technologien und ballistischen Raketen verbieten. Russland hat Nordkorea dazu aufgerufen, die Situation in der Region nicht zu verschärfen, und den Start der Trägerrakete verurteilt. Dem russischen Botschafter in Südkorea, Alexander Timonin, zufolge „muss auf den Raketenstart in Nordkorea reagiert werden“, aber „die Sanktionen dürfen nicht zur vollen internationalen Isolierung Pjöngjangs führen, da das die Perspektiven der Lösung des Atom-Problems zunichtemachen wird“.

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    Tags:
    Sanktionen, Kaesong, Hong Yong-pyo, Japan, Südkorea, Nordkorea
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