04:56 15 November 2019
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    Russischer Panzer Т-90

    Russische T-90-Panzer zielen auf Erfolge in Syrien

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    Die Erfolge des russischen Luftwaffen-Einsatzes in Syrien ermöglichen die Erweiterung der militärtechnischen Kooperation mit anderen Ländern, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die moderne russische Panzertechnik, die von der syrischen Armee eingesetzt wird, ermöglicht auch den syrischen Regierungstruppen Erfolge bei der Gegenoffensive. Laut syrischen Medien haben die Panzereinheiten, zu denen unter anderem die neuesten Panzer vom Typ T-90 „Wladimir“ (rund 15 Stück) gehören, mit Aleppo eine der größten Städte im Nahen Osten von den Dschihadisten beinahe völlig befreit. Jetzt rücken die Panzereinheiten in Richtung Rakka vor.

    „Gerade die Nutzung der modernen T-90-Panzer hilft den syrischen Truppen, die Dschihadisten zu bekämpfen“, meint Generalleutnant Juri Netkatschew. Diese Panzer seien bei den Kämpfen in der Stadt unersetzlich, wo sich Extremisten hinter Gebäuden verstecken und aus Granatenwerfern und lenkbaren Anti-Panzerraketen auf Panzer schießen. Die Panzerung der T-90-Maschinen wird bei solchem Beschuss kaum beschädigt. Deswegen werden die Panzer gewöhnlich vorn, vor der Infanterie eingesetzt, die die Terrorgruppen in ihren Stellungen vernichten können. Dem Experten zufolge ist Syrien das erste Land, in dem diese Panzer unter Kampfbedingungen eingesetzt werden. Zuvor waren sie nur während der Tschetschenien-Kampagne eingesetzt worden.

    Über die Verlegung der russischen T-90-Panzer nach Syrien wurde von US-Medien bereits im September berichtet, als Moskau die Luftoperation in Syrien begann. Es wurde behauptet, dass Moskau mit diesen Panzern eine Bodenoperation beginnen würde. Doch das russische Außenministerium wies diese Spekulationen klar zurück. Außenminister Sergej Lawrow räumte aber ein, dass die syrische Armee mit neuesten russischen Waffen versorgt werde.

    Mehr zum Thema: Russische Т-90-Panzer könnten amerikanische Abrams in Syrien schlagen

    Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtete Anfang Februar unter Berufung auf die Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“, dass die T-90-Panzer von russischen Soldaten gesteuert werden sollen. Doch das russische Verteidigungsministerium wies diese Informationen zurück und betonte, dass russische Soldaten an der Bodenoperation nicht teilnehmen. Dass russische Berater den syrischen Soldaten den Umgang mit den T-90-Panzern beibringen, gab Damaskus zu. Experten zufolge können diese Panzer nicht nur von syrischen, sondern auch von iranischen Besatzungsmitgliedern bzw. von verbündeten irakischen Militärs, die im Krieg auf der Seite von Damaskus kämpfen, eingesetzt werden.

    Diese Variante wurde offiziell nicht zurückgewiesen. Die iranische Agentur Fars berichtete am 2. Februar über den syrischen Einsatz von T-90-Panzern bei Aleppo. Zudem teilte die iranische Nachrichtenagentur mit, dass der derzeit in Moskau weilende Verteidigungsminister Hossein Dehgan über den Kauf des Panzers vom Typ „Wladimir“ verhandeln werde. Der Panzer könnte im Iran sogar produziert werden.

    Infografik: Standardpanzer T-90

    An den russischen Kampfmaschinen könnte nicht nur das iranische Militär Interesse zeigen. Die britische Zeitung „The Times“ schrieb am Dienstag, dass Putins Superpanzer die Extremisten in Syrien effektiv vernichte und unzerstörbar sei. Die T-90-Panzer seien mit Radaren ausgestattet, die Antipanzerraketen orten sie und bringen sie mit Infrarotstrahlen von ihrer Flugbahn ab, so die Zeitung.

    Die T-90-Panzer wurden als umfassend modernisierte Version der Panzer vom Typ T-72B 1992 in Dienst gestellt. Die Panzer wurden nach ihrem verstorbenen Chefkonstrukteurs Wladimir Potkin benannt. Der T-90-Panzer ist einer der am meisten verkauften Panzer weltweit. Er steht in Aserbaidschan (94 Stück), Indien (mehr als 800 Stück), Algerien (300), Turkmenien (10) und Uganda (44) im Dienst. Ob es einen offiziellen Vertrag zur Lieferung von T-90-Panzern mit Syrien gibt, ist nicht bekannt. Nicht ausgeschlossen ist, dass die T-90-Panzer als Militärhilfe nach Syrien geschickt wurden.

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    T-72-Panzer, Kampfpanzer T-90, Terrormiliz Daesh, Russland, Syrien, Aleppo