11:13 06 April 2020
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    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
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    Russland und fünf OPEC-Länder kommen am 20. März in St. Petersburg zusammen, um die Drosselung der Ölförderung zu besprechen, schreibt die Zeitung „RBC daily“ am Freitag.

    Die Chefs der Öl- und Gasministerien Saudi-Arabiens, Katars, Nigerias, Venezuelas und des Iran haben bereits eine entsprechende Einladung erhalten. Auf diese fünf OPEC-Länder und Russland entfallen etwa 32 Prozent der weltweiten Ölförderung. Vertreter anderer großer Ölproduzenten (USA, Irak, Norwegen und Mexiko) wurden zu dem Treffen vorerst nicht eingeladen, sagte ein Gesprächspartner gegenüber „RBC daily“.

    Russland wird bei den Gesprächen von Energieminister Alexander Nowak vertreten. Das Treffen sei auf Ebene der Öl- und Gasministerien der eingeladenen Staaten geplant, hieß es aus dem Umfeld des russischen Energieministeriums. Auf der vorläufigen Tagesordnung steht die Ausarbeitung von Maßnahmen zur Stabilisierung der Nachfrage und des Angebots auf dem Ölmarkt, um die Preise nach oben zu treiben. Im Grunde handelt es sich um das Einfrieren der Ölförderung auf dem Niveau vom Januar 2016 und die rechtliche Verankerung dieser Vereinbarung, hieß es weiter.

    US-Ölgewinnung
    © AFP 2020 / Karen Bleier

    Die Vertreter Russlands, Katars, Venezuelas und Saudi-Arabiens hatten Mitte Februar in Doha vorläufig vereinbart, die Ölförderung auf dem Stand vom Januar einzufrieren. Diese Vereinbarung wird in Kraft treten, wenn sich die Mehrheit der restlichen relevanten Ölproduzenten daran anschließen wird. Auf dem Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit den Chefs der größten Erdölfirmen am 1. März sagte Energieminister Alexander Nowak, dass bereits 15 Länder, auf die 73 Prozent der weltweiten Ölförderung entfällt, ihre Bereitschaft geäußert haben, die Ölförderung einzufrieren.

    Der Iran, der seit Kurzem Öl nach Europa exportieren darf, weigert sich, sich dem Abkommen anzuschließen. Damit räumen die Iraner ein, ihren Marktanteil nach der Aufhebung der Sanktionen noch nicht wiederhergestellt zu haben.

    Der angemessenste Ölpreis beträgt – vom Gesichtspunkt des Marktgleichgewichts aus gesehen – 50 US-Dollar je Barrel, sagte Energieminister Nowak Ende Februar. Sollte der Ölpreis auf mehr als 50 bis 60 US-Dollar pro Barrel klettern, würden die Firmen ihre Investitionsaktivitäten und zuvor eingefrorene Projekte reaktivieren können, so Nowak.

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    Öl, OPEC, Alexander Nowak, Russland