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11:48 21 August 2019
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    Russischer Kampfjet Su-30 SM auf dem Stützpunkt im syrischen Hmeimim

    Syrien-Einsatz beweist: Russische Luft- und Weltraumkräfte übertreffen Sowjet-Niveau

    © Sputnik / Ramil Sitdikov
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    Die russischen Kampfjets, die seit Dienstag schrittweise aus Syrien abgezogen werden, haben seit dem 30. September 2015 insgesamt mehr als 9.000 Flüge absolviert, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Mittwoch.

    Das führte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Montag in einer Beratung an, bei der Präsident Wladimir Putin den Abzug „des größten Teils“ der russischen Fliegergruppierung aus Syrien ankündigte.

    Es war die intensivste Kampagne der russischen Luftwaffe seit dem Afghanistan-Krieg in den 1980er Jahren. Dem Leiter des Zentrums für Strategien- und Technologienanalysen, Ruslan Puchow, zufolge kann konstatiert werden, dass die russischen Luft- und Weltraumtruppen das Niveau der sowjetischen Fliegerkräfte übertroffen und den Stand der westlichen Kräfte aus den Zeiten des US-Einsatzes „Desert Storm“ in Kuwait (Anfang 1991) erreicht haben.

    Nach dem Beginn des Einsatzes wurde Russland dafür viel kritisiert. Unter anderem wurde behauptet, die Russen würden im Unterschied zur westlichen Koalition nichtlenkbare Bomben abwerfen, was nicht nur zu Opfern unter Zivilisten führen, sondern auch einen geringeren militärischen Effekt haben würde.Als der Syrien-Einsatz begann, hatte weder in Russland noch im Westen irgendwer geglaubt, dass die russische Luftwaffe dermaßen intensiv gegen die Terroristen kämpfen könnte. In dieser Zeit haben sie aber mehr Schläge gegen IS-Stellungen geflogen als die von den USA angeführte Koalition – und das trotz  weniger Flugzeuge. 

    Gerechtigkeitshalber muss jedoch darauf verwiesen werden, dass auch die westliche Koalition häufig nichtlenkbare Bomben einsetzte bzw. einsetzt. Außerdem hatten amerikanische Drohnen mit hochpräzisen Bomben und Raketen in Pakistan und Afghanistan viel mehr Zivilisten als Terroristenanführer getötet, wovon die unlängst veröffentlichten US-Dokumente zeugen.

    Mehr zum Thema: Waffen-Premieren in Russland 2016: zu Land, zur See und im Weltraum

    Die politischen Ergebnisse des russischen Syrien-Einsatzes zusammenzufassen, ist noch verfrüht, denn es ist unklar, wie erfolgreich der Friedensprozess in Syrien sein wird. Zudem ist der Einsatz noch nicht vollständig beendet: In Syrien bleiben immerhin noch mehrere russische Kampfjets, denn die Offensive der russischen Regierungstruppen gegen den IS geht weiter.

    Allerdings kann man schon jetzt sagen, dass die russischen Luft- und Weltraumtruppen seit 2008 viel besser geworden sind, als während des „Fünf-Tage-Kriegs“ gegen Georgien mehrere Su-25-Schlachtflugzeuge verlorengegangen waren.

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    Ruslan Puchow, Wladimir Putin, Russland, UdSSR, Afghanistan, Syrien