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    Argentinische Küstenwache versenkt chinesisches Fischerboot

    Schiffe versenken: Argentinien schießt auf China und sucht Unterstützung der USA

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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Die argentinische Küstenwache hat einen chinesischen Trawler versenkt, der beim illegalen Fischfang in seinen Gewässern erwischt wurde, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Dieser Vorfall zeigt, dass der neue argentinische Präsident Mauricio Macri seine Bereitschaft demonstrieren will, die nationalen Interessen seines Landes selbst gegen China als großen Handelspartner und wichtigen Investor zu verteidigen.

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    Peking entrüstet: Argentinische Küstenwache versenkt chinesisches Fischerboot

    Peking erklärte seinen Protest und forderte Erklärungen. Dieser Vorfall ist vorteilhaft für die USA, die über die enger werdenden Beziehungen zwischen den lateinamerikanischen Staaten und China sowie Russland beunruhigt sind. US-Präsident Barack Obama, der demnächst nach Argentinien reist, wird versuchen, den US-Einfluss in Südamerika wiederherzustellen. 

    Die Kollision eines argentinischen Schiffs mit dem chinesischen Fischtrawler ist ein Härtetest für die Beziehungen zwischen dem neuen argentinischen Präsidenten und Peking. NachAngaben der argentinischen Küstenwache wurde das chinesische Schiff beim illegalen Fischfang angetroffen.

    Das Küstenschutzboot verfolgte das chinesische Schiff „Lu Yan Yuan Yu 10“ bis zu den internationalen Gewässern und gab Warnschüsse ab. Doch das chinesische Schiff versuchte das Küstenschutzboot zu rammen, worauf es von den Argentiniern beschossen und versenkt wurde. Die Besatzung verließ das Schiff. Vier Menschen wurden vom Küstenschutz aus dem Meer gerettet, die restlichen von einem anderen chinesischen Fischtrawler aufgenommen. Die chinesische Regierung fordert von Argentinien Maßnahmen, damit solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden. 

    Unter der früheren argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner gewannen die Beziehungen zu China an Intensität. Es wurden unter anderem Abkommen über  die Finanzierung und den Bau von zwei Atomkraftwerken durch China im Wert von 15 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Macri versprach während seines Wahlkampfes, dass er diese Verträge revidieren werde. Bislang gibt es aber noch keine Anzeichen dafür.

    Dem russischen Lateinamerika-Experten Wladimir Sudarew zufolge ist in diesem Vorfall keine böse Absicht und kein politischer Hintergrund zu erkennen. „Macri ist nicht so stark, um einen Fischerei-Krieg mit China zu beginnen. Andererseits sagte er, dass die Abkommen mit China und Russland revidiert werden. Doch es wurde nicht gesagt, welche – ob im Bereich der militärtechnischen Kooperation oder beim Kauf von Lebensmitteln durch China“, so der Experte.

    Mehr zum Thema: Konflikt mit China könnte für USA zu blutiger Katastrophe führen – US-Journal

    In Bezug auf den bevorstehenden Besuch von US-Präsident Barack Obama in Argentinien strebt Macri wohl die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit den USA an. Damit wolle er den Staatenbund Mercosur schwächen. Die Hauptaufgabe Macris sei, die Außenbeziehungen zu diversifizieren, die unter Kirchner durch Mercosur blockiert wurden, so der Experte.

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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Lu Yan Yuan Yu 10, Aires Mauricio Macri, Barack Obama, Argentinien, China