20:54 10 Dezember 2019
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    EU-Parlamentarier reisen erstmals zur Aufnahme von Geschäftskontakten auf die Krim

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    Eine Delegation des EU-Parlamentes wird bald zum ersten Mal die Krim mit dem Ziel besuchen, Geschäftskontakte aufzunehmen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Vom 14. bis 16. April findet in der Stadt Jalta ein internationales Wirtschaftsforum statt. Wie der Ko-Vorsitzende des Organisationskomitees und Vizepräsident der Organisation Geschäftliches Russland, Andrej Nasarow, mitteilte, werden dabei die Perspektiven der Wirtschaftsbeziehungen im Russland-EU-Format und die Möglichkeiten für eine Investitionspartnerschaft erörtert.

    Jalta ist nach seinen Worten ein idealer Ort für die Abstimmung der Positionen Russlands und der EU zu vielen wichtigen internationalen Themen, vor allem zur Wiederaufnahme der bi- und multilateralen Wirtschaftskooperation.

    „Unseren europäischen Kollegen bietet sich dabei die Möglichkeit, Kontakte mit der russischen Geschäftsgemeinschaft zu knüpfen“, so Nasarow. „Für europäische Unternehmen eröffnen sich neue Wirtschaftsmöglichkeiten  in unserem Land. Unsere Gäste aus Europa werden die Gutherzigkeit und Gastfreundlichkeit der Krim-Bewohner spüren können.“

    Die EU-Parlamentarier werden an einer Plenarsitzung zum Thema „Wachstumswirtschaft unter den Bedingungen neuer Herausforderungen“ teilnehmen, an der sich auch Russlands Erster Vizepremier Igor Schuwalow und Premier Dmitri Kosak beteiligen werden. Am Rande des Forums werden sich die Europäer mit föderalen Ministern sowie mit dem Oberhaupt der Republik Krim, Sergej Aksjonow, treffen.

    Dass die europäischen Abgeordneten nach Jalta reisen, hat auch das EU-Parlament bestätigt. Laut einer Quelle wollen sie den Teilnehmern des Forums zeigen, dass in Europa nicht alle die antirussische Sanktionspolitik unterstützen.

    „Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union sind für beide Seiten nötig. Unter den Sanktionen leiden vor allem einfache Menschen, und deshalb muss diese Blockade durchgebrochen werden“, so die Quelle.

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    Aber nicht nur EU-Politiker wollen das Forum in Jalta besuchen, teilte eine hochrangige Quelle in Moskau mit. Auf der Krim werden nämlich Vertreter von Unternehmenskreisen aus 25 Ländern erwartet, darunter aus Japan, Bulgarien, Griechenland, Italien, Malaysia und Nicaragua. „Die vollständige Teilnehmerliste wird (…) am ersten Tag des Forums veröffentlicht. Delegationen aus sechs Ländern haben ihre Teilnahme bereits bestätigt“, so die Quelle.

    Die ersten Anti-Krim-Sanktionen hatte die EU am 23. Juni 2014 verhängt. Damals wurden der Warenimport von der Halbinsel und jegliche europäischen Investitionen auf der Krim verboten. Im Dezember desselben Jahres wurde auch der Export von Waren und Technologien untersagt. Diese Sanktionen wurden im Juni 2015 bis Juni 2016 verlängert.

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    Sanktionen, EU, Sergej Aksjonow, Igor Schuwalow, Dmitri Kosak, Krim