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    Am Absturzort der Boeing 737 in Rostow am Don, 19. März 2016

    Unwetter oder Fehler – Versionen des Boeing-Absturzes in Rostow am Don

    © REUTERS / Stringer
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    Die Boeing 737 ist am vergangenen Samstag im südrussischen Rostow am Don wegen des Unwetters oder wegen eines Pilotenfehlers abgestürzt, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Montag unter Berufung auf offizielle Personen.

    Die Besatzung hatte während des Flugs über keine Probleme an Bord berichtet.

    Das Wetter in Rostow am Don habe ein vom Atlantik gekommenes Tief bedingt, sagte der Experte des Wetterforschungszentrums Phobos, Jewgeni Tischkowez, gegenüber dem Fernsehsender RBC. Die untere Wolkengrenze habe in einer Höhe von 300 bis 600 Metern gelegen, wobei die Windgeschwindigkeit zwischen zwölf und 14 m/Sek. bei Böen bis zu 18 m/Sek. betragen habe.

    Auffallend ist, dass in derselben Nacht eine Maschine der russischen Fluggesellschaft Aeroflot drei Landeversuche in Rostow am Don unternommen hatte, am Ende aber an einem anderen Flughafen gelandet war.

    Ein zusätzlicher negativer Faktor könnte darin bestanden haben, dass die verunglückte Boeing nur 55 Fluggäste bei einer maximalen Kapazität von 189 Passagieren an Bord hatte: Ein halbleeres Flugzeug lässt sich bei starken Windstößen schwerer lenken.

    Der Generaldirektor der Fluggesellschaft Flydubai, Ghaith al-Ghaith, informierte, dass die Piloten keine SOS-Signale geschickt hatten. Der Kapitän der verunglückten Maschine habe eine Flugzeit von insgesamt nahezu 5.700 Stunden gehabt. Das Flugzeug selbst sei 2011 gebaut worden. Die letzte technische Wartung sei am 21. Januar erfolgt. Die vorläufige Analyse der Pilotengespräche habe ergeben, dass es keine Probleme an Bord gegeben hat, wie russische Medien unter Berufung auf eine Quelle bei der Polizei melden.

    Flydubai fliegt insgesamt 95 Flughäfen in 45 Ländern an. Auf dem russischen Markt ist die Fluggesellschaft seit 2010 präsent.

    Dass die Boeing wegen eines Terroranschlags abgestürzt ist, sei so gut wie ausgeschlossen, so die Quelle weiter. Auch der Flydubai-Chef glaubt nicht an diese Version.

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    Tags:
    Boeing 737, Ghaith al-Ghaith, Rostow am Don