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    US-Milliardär Donald Trump

    Milliardär Donald Trump: Nur auf die Deutsche Bank ist immer Verlass!

    © AP Photo / Scott Heppell
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    Die Agentur Dow Jones hat am Montag die Ergebnisse einer eigenen Untersuchung veröffentlicht, der zufolge nicht nur Politiker, sondern auch Finanziers Zurückhaltung gegenüber dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump üben, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump
    © REUTERS / Joshua Roberts
    Allerdings gibt es eine Bank, auf die sich Trump immer verlassen kann – die Deutsche Bank, die ihm und den mit ihm verbundenen Unternehmen im Laufe von mehreren Jahren Kredite in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar gewährte.

    Nach Angaben von Dow Jones lehnt die Mehrheit der Finanziers Geschäftskontakte mit Trump ab. Die Wall-Street-Banken verhalten sich bei Geschäften mit dem Milliardär vorsichtig und verzichten auf die Finanzierung seines Wahlkampfes, während sie die Mitbewerber unterstützen. US-Banken stellten für den Wahlkampf von Hillary Clinton insgesamt 19 Millionen US-Dollar bereit, während Trump lediglich 17.500 Dollar bekam und seinen Wahlkampf vor allem aus eigenen Mitteln finanziert.

    Die Banken gingen schon lange Zeit vor der Ankündigung der politischen Pläne Trumps auf Distanz zu ihm. Nach Dow-Jones-Angaben haben die Banken das Interesse für Trump nach seinem Ausstieg aus dem Immobilienmarkt zu Beginn der1990-er Jahre verloren. Zu den Banken, die mit Trump nicht mehrzusammenarbeiten, gehören Citigroup, JP Morgan Chase und Morgan Stanley.

    Allerdings gibt es eine Bank, auf die sich Trump immer verlassen konnte – die Deutsche Bank. Seit Beginn der Geschäftsbeziehungen im Jahr 1998 wurden Trump Kredite in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar bewilligt, wobei die Beziehungen nicht immer spannungsfrei waren. So lieferten sich beide Seiten einen Rechtsstreit über die Rückzahlung eines Kredits in Höhe von 625 Millionen US-Dollar zum Bau des 92-geschossigen Trump International Hotel und Tower.

    2008 konnte Trump wegen der Wirtschaftskrise der Bank 334 Millionen US-Dollar nicht zurückzahlen. Als Antwort auf Bankenforderungen reichte Trump eine Klage gegen die Bank ein, in der er forderte, die Wirtschaftskrise als höhere Gewalt anzuerkennen und den Kredit umzuschichten. Die Klage wurde abgelehnt, dennoch bewegte das Gerichtsverfahren die Deutsche Bank dazu, Verhandlungen über die Umstrukturierung der Schulden aufzunehmen, die 2012 zurückgezahlt wurden. Seitdem sind die Investmentbanker der Deutschen Bank nicht mehr gut auf Trump zu sprechen. Allerdings ist die Deutsche Bank in den USA wohl die Bank mit den engsten Geschäftsbeziehungen zu Trump.

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    Tags:
    Deutsche Bank, Hillary Clinton, Donald Trump, USA