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04:41 18 August 2019
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    Nach Anschlägen in Brüssel: Polizei in ganz Europa auf Islamisten-Jagd

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
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    Nesawissimaja Gaseta
    Explosionen erschüttern Brüssel (137)
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    Seit den Anschlägen in Brüssel ist fast eine Woche vergangen. Die Stadtbewohner wollen der Todesopfer mit einem Marsch durch die Straßen gedenken, doch die Polizei hat diese Aktion aus Sicherheitsgründen verboten, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Innenminister Jan Jambon und Brüssels Bürgermeister Ivan Mayeur riefen die Aktivisten dazu auf, den Marsch später durchzuführen und die Polizei jetzt nicht von der Suche nach den Terroristen abzulenken.

    „Angesichts der enormen Belastung der Polizei und der Priorität, die der Ermittlung gilt, rufen wir dazu auf, die Manifestation nicht am Sonntag durchzuführen“, hieß in einer entsprechenden Erklärung. Die Behörden versicherten, die Gefühle ihrer Bürger zu teilen, aber der Marsch sollte später stattfinden.

    Die Organisatoren dieser Aktion wollten den Terroristen zeigen, dass die Menschen keine Angst vor ihnen haben. Dennoch zeigen sie Verständnis für die Argumente der Behörden. „Die Sicherheit unserer Bürger steht im Vordergrund“, zitiert Reuters den Organisator Emmanuel Foulon.

    Die deutsche Zeitung „Die Welt“ teilte inzwischen mit, dass in ganz Europa mindestens acht mutmaßliche Terroristen gesucht werden, die für die Anschläge in Paris und Brüssel verantwortlich sein sollen. Die meisten von ihnen seien französische und belgische Staatsbürger. Dabei könnten sie sich sowohl immer noch in Europa als auch bereits auf den Schlachtfeldern in Syrien aufhalten.

    Die Brüsseler Staatsanwaltschaft informierte jüngst über die Festnahme des dritten Organisators des Anschlages auf den Brüsseler Flughafen. Sein Name ist Faycal Cheffou. Laut der Zeitung „Soir“ wurde das dank der Hilfe eines Taxifahrers möglich, der an jenem Tag die Islamisten zum Flughafen gebracht hatte. Und in Italien soll ein algerischer Staatsbürger festgenommen worden sein, der die „Pariser“ und „Brüsseler“ Terroristen mit gefälschten Pässen versorgt hatte.

    Laut jüngsten Informationen wurden bei den Anschlägen in Brüssel 28 Menschen getötet und mindestens 340 verletzt. Etwa 100 Menschen sind weiterhin in Krankenhäusern. Laut den Behörden sind dies keine endgültigen Angaben, wenn man den kritischen Zustand mancher Opfer bedenkt. Insgesamt waren Vertreter von 20 Nationalitäten von den Angriffen getroffen. Die französische Zeitung „Republique des Pyrenees“ berichtete, dass dabei der frühere Botschafter Belgiens in den USA und Botschafter bei der Uno, André Adam, getötet und seine Gattin schwer verletzt worden sei. Der Ex-Diplomat war 79 Jahre alt.

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    Terrorgefahr, Terroranschläge von Brüssel, Terroranschläge in Paris, EU, Jan Jambon