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08:58 18 Oktober 2019
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    Panzer T-90

    Russische Rüstung steht hoch im Kurs

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    Russland hat im vergangenen Jahr Waffen im Wert von 14,5 Milliarden US-Dollar verkauft, wie Präsident Wladimir Putin am Dienstag mitteilte. Die Bestelllisten erreichten mit 56 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert seit 1992, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Die meisten Lieferungen entfielen dabei auf Russlands traditionelle Partner wie Indien und den Irak. Nach „Kommersant“-Angaben wird aktuell auch große Aufmerksamkeit auf Algerien gelegt, welches Bomber vom Typ Su-32 und die Flugabwehrsysteme Antej-2500 erwerben will. Bedeutend seien auch die bereits geschlossenen Verträge mit Ägypten und China.

    Die erste Sitzung der Kommission für militärtechnische Kooperation in diesem Jahr fand in Nischni Nowgorod statt. Wie Präsident Putin betonte, machte der Waffenexport 2015 14,5 Milliarden US-Dollar aus. Damit ist Russland der zweitgrößte Waffenlieferant weltweit. „Die Möglichkeiten unserer Technik und Waffen haben sich beim Anti-Terror-Einsatz unter realen Kampfbedingungen gezeigt“, sagte Putin. Die eingereichten Aufträge erreichten zum ersten Mal seit 1992 die Marke von 56 Milliarden US-Dollar. An insgesamt 58 Länder wurden Waffen geliefert, die wichtigsten Partner seien Indien, der Irak, Vietnam, China und Algerien.

    T-90: Der meistverkaufte Panzer der Welt
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    An Indien wurden zwölf Sets zum Zusammenbau von Su-30MKI-Kampfjets, 23 Hubschrauber Mi-17W5, Triebwerke Al-31FP und RD-33 geliefert. Zudem wurden die Modernisierungen des dieselelektrischen U-Boots 877 Sindhukitri und sechs Hubschrauber Ka-31 und anderer Waffentypen beendet.

    An den Irak wurde Militärtechnik gemäß den Verträgen von 2013 geliefert: Hubschrauber Mi-35M, Mi-28NE und Mi-171Sch, Flugabwehrsysteme Panzyr S-1, schwere Flammenwerfersysteme TOS-1A sowie Panzer T-72B im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Vietnam erhielt zwei dieselelektrische U-Boote „Warschawjanka“, vier Kampfjets Su-30MK2 und die entsprechenden Vernichtungsmittel im Gesamtwert von rund einr Milliarde US-Dollar. Algerien erhielt sechs Hubschrauber Mi-26T2, eine Partie der Flugabwehrsysteme Panzyr-S1 und Panzer T-90SA. Zudem wurde mit der Modernisierung der Infanterie-Kampffahrzeuge bis zur Variante BMP-2M für insgesamt rund 800 Millionen US-Dollar begonnen.

    China beschränkte sich in diesem Jahr auf den Kauf einer Partie Hubschrauber Ka-32 und Triebwerken D-30KP2. Ägypten unterzeichnete mit Russland einen Paketdeal über mehr als fünf Milliarden Dollar, der die Lieferung von Kampfjets Mig-29M, Flugabwehrsysteme Buk-M2E und Antej2500 sowie 46 Hubschraubern Ka-52 vorsieht. 

    Nach „Kommersant“-Angaben stieß Rüstungsexporteur Rosoboronexport im vergangenen Jahr nicht nur auf verschärfte Konkurrenz auf dem Markt und steigende Anforderungen der Auftraggeber, sondern auch auf den Rückgang der Einnahmen bei den traditionellen Abnehmern – vor allem wegen des billiger gewordenen Öls. Doch das hinderte beispielsweise Algerien nicht daran, einen Vertrag zum Erwerb von rund 40 Hubschraubern Mi28NE abzuschließen sowie den Kauf von Frontbombern Su-32 zu beantragen. Zudem wird über den Kauf von Antej-2500-Systemen verhandelt.

    Die „Kommersant“-Quellen setzten in diesem Jahr außerdem große Hoffnungen auf China und Indien. In den vergangenen zwei Jahren war Peking der Vorreiter bei Bestellungen von russischen Neuheiten – im September 2014 war China der erste Käufer der Flugabwehrsysteme S-400 Triumph (1,9 Milliarden Dollar), im November 2015 unterzeichnete es als erster den Vertrag über 24 Kampfjets Su-35 (rund zwei Milliarden Dollar). Mit Neu-Delhi wird aktuell über den Kauf von zwei U-Booten des Projekts 636 verhandelt.

    Kritik übte Präsident Putin an einem Vertrag aus dem Jahr 2011 über den Erwerb zweier Mistral-Hubschrauberträger, die Moskau von Frankreich zu sehr ungünstigen Bedingungen bekommen wollte.

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    Mi-28, Su-35, S-400, Kampfpanzer T-90, Panzyr-S, Mi-171Sch, Mi-35M, Mi-17W-5, Antej-2500, Su-32, Russland, China, Ägypten