06:38 01 Dezember 2020
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    Der russische Generalstab hat Details zu der Befreiung der Weltkulturerbe-Stadt Palmyra bekanntgegeben, wie die „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag schreibt.

    Laut Generalstabschef Sergej Rudskoj war die Befreiung von Palmyra besonders angesichts seiner Lage im zentralen Teil Syriens, seines entwickelten Straßennetzes sowie der Gas- und Ölfelder Dschisel und Schaar von großer strategischer Bedeutung.

    Bei Palmyra hätten sich Anfang März noch mehr als 4000 Extremisten aufgehalten, und mit ihnen mindestens 25 Panzer und Schützenpanzerwagen, mehr als 20 Artillerieanlagen, über 40 Minenwerfer, rund 100 Anti-Panzer-Raketen, über 50 Fahrzeuge mit schweren Waffen. Darüber hinaus verfügten die Terroristen über Drohnen und mehr als zehn mit Sprengstoff beladene Transporter. Um Palmyra war ein ganzes System von Befestigungsanlagen geschaffen worden.

    Rudskoj zufolge beteiligten sich auch russische Militärberater an der Vorbereitung der Operation. Am 6. März begann die Offensive der syrischen Truppen mit Unterstützung der russischen Fliegerkräfte. Auf der ersten Etappe wurden die wichtigsten Verkehrswege um die Stadt gesperrt. Die Stellungen der Terroristen wurden von syrischen Artillerieanlagen und Fliegerkräften beschossen. Russische Flugzeuge unterstützten die einheimischen Militärs und Volksmilizen. „Vom 7. bis zum 27. März absolvierten die russischen Fliegerkräfte im Interesse der Regierungstruppen im Gebiet Palmyra rund 500 Kampfflüge, bei denen gegen die IS-Terroristen mehr als 2000 Angriffe geflogen wurden“, sagte Rudskoj. Dabei wurden vor allem wichtige Stützpunkte und Stellungen der Artillerieanlagen vernichtet. In den ersten zwei Tagen habe die russische Luftwaffe die meisten Kommandozentralen der Extremisten vernichtet. Danach wurden jeden Tag Konvois mit Extremisten und Munition attackiert, die aus Richtung Rakka und Deir ez-Zor nach Palmyra gelangen wollten. Am 23. März rückte die syrische Armee nach Palmyra vor und begann die Erstürmung.

    Fotos: Das antike Palmyra – vor und nach IS-Herrschaft

    Am 27. März wurde Palmyra unter völlige Kontrolle genommen. Innerhalb von zwei Tagen wurden die restlichen Teile der Extremistengruppen vernichtet. Laut Rudskoj haben die russischen Flugzeuge während der Operation ausschließlich Angriffe auf sichere Terroristenobjekte geflogen und hatten genaue Koordinaten der Ziele. Besonders wichtige Ziele wurden mit Hochpräzisionswaffen vernichtet.

    „Ich will betonen, dass kein einziges historisches Objekt Palmyras von den Handlungen der russischen Fliegerkräfte betroffen wurde“, sagte Rudskoj.

    Dem russischen Generalstab zufolge macht die Befreiung Palmyras den Extremistengruppen Schwierigkeiten bei der Umgruppierung der Kräfte und Verlegung der Reserven zwischen den nördlichen und südlichen Gebieten. Zudem wurden die Abwehrkraft der Terroristen bei Damaskus und Aleppo massiv geschwächt. Wegen des Kontrollverlusts über die an Bodenschätzen reichen Gebiete ist es für die Terroristen schwieriger, Waffen zu kaufen.

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    Sergej Rudskoj, Palmyra, Syrien, Russland