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17:15 23 September 2019
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    Nato-Übung in Georgien

    Nato „bearbeitet“ Georgien eine Woche „zur Neutralisierung der russischen Gefahr“

    © AFP 2019 / Vano Shlamov
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    In Georgien hat die so genannte Nato-Woche begonnen, deren Ziel es ist, die Allianz unter der Bevölkerung möglichst populär zu machen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Dienstag.

    Im Laufe der Nato-Woche sind zahlreiche Seminare, Treffen mit der Öffentlichkeit, Pressekonferenzen, Filmvorführungen usw. geplant. Die erste Veranstaltung war das Forum „Volksdiplomatie“ unter der Betreuung von Nato-Strukturen sowie des georgischen Ministers für europäische bzw. euroatlantische Integration, David Bakradse.

    Zur Eröffnung des Forums erklärte Georgiens Premier Georgi Kwirikaschwili: „Georgien erwartet von dem für Juli in Warschau angesetzten Nato-Gipfel wesentliche Fortschritte in Hinblick auf politische und praktische Ergebnisse.“ Er bedankte sich bei dem Militärbündnis für die Unterstützung der „euroatlantischen Bestrebungen“ Georgiens und verwies darauf, dass sich Georgien als Nato-Beitrittskandidat um die Festigung der bestehenden Kontakte bemühe, sich an den schnellen Eingriffskräften sowie „an allen internationalen Missionen“ der Allianz aktiv beteilige und bereit sei, „diese Bemühungen weiter zu intensivieren“. Der Assistent des Nato-Generalsekretärs, Ted Whiteside, beteuerte, dass Brüssel Georgiens Aktivitäten sehe und zu schätzen wisse.

    Eines der wichtigsten Themen des Forums war „die Förderung der strategischen Kommunikationen“ als effizientes Mittel „zum Kampf um Frieden und Stabilität“. Besonderes Augenmerk wurde auf den Widerstand gegen die „russischen Propaganda“ gerichtet. Tornike Nosadse vom Kommunikationsdienst des Staatsministeriums für europäische bzw. euroatlantische Integration bestätigte, dass dabei Probleme der „Soft Power“ und des russischen Einflusses sowohl in den potenziellen als auch in den aktuellen Nato-Mitgliedsländern erörtert worden seien. „Wir sprachen darüber, wie wir gemeinsam auf diese Herausforderung antworten und die russische Gefahr neutralisieren könnten“, betonte er und bedauerte, dass Moskau „Falschinformationen und schädliche Mythen im Medienraum verbreitet“. „Wir haben gemeinsame Handlungen vereinbart (…), um die Mythen der russischen Propaganda zu widerlegen“, so der Sprecher. Als Beispiel führte er die Erfahrungen Estlands an. „Unsere estnischen Kollegen sprachen auf dem Forum über die Gründung des russischsprachigen Fernsehens. Auch andere Länder erarbeiten ähnliche Gegenmaßnahmen“, so Nosadse.

    Laut Quellen wurden auf dem Forum die Möglichkeiten zur Bildung eines „einheitlichen europäischen russischsprachigen Fernsehsenders“ besprochen, der in Russland empfangen werden könnte.

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    NATO, Ted Whiteside, David Bakradse, Russland, Georgien