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05:33 22 September 2019
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    Russische Hubschrauber Ka-52 „Alligator“ im Kampfeinsatz in Syrien

    Sie schlagen zu und verschwinden – Russische Kampfhubschrauber in Syrien im Einsatz

    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy
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    Zum ersten Mal ist der gleichzeitige Einsatz russischer Kampfhubschrauber Ka-52 und Mi-28N in Syrien bestätigt worden, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die Helikopter wurden gegen den so genannten „Islamischen Staat“ eingesetzt.

    Mi-28N-Maschinen hatten bereits im vorigen Jahr erfolgreich an Einsätzen im Irak teilgenommen. Aber damals handelte es sich um Technik, die Bagdad für seine Streitkräfte gekauft hatte. Diesmal sind es Hubschrauber der russischen Luftwaffe, die auf dem syrischen Stützpunkt Hmeimim stationiert sind.

    Moskau hatte schon 2015 mehrere Mi-24- und Mi-35-Maschinen nach Syrien verlegt, deren Aufgabe die Verteidigung Hmeimims gegen die IS-Kräfte war. Zudem nahmen sie an der Such- bzw. Rettungsoperation nach dem Abschuss des russischen Su-24-Bombers durch die Türkei teil. 

    In diesem Jahr tauchten in Syrien auch Ka-52- und Mi-28N-Helikopter auf. Die Mi-28N „Night Hunter“ kamen bei den Gefechten um Palmyra zum Einsatz. Die Ka-52 wurden erst vor wenigen Tagen zum ersten Mal gegen den IS eingesetzt.

    Was haben die beiden Modelle gemeinsam und was sind ihre Unterschiede?

    Die Mi-28N wird manchmal mit dem US-Helikopter AH-64 Apache verglichen. Sie sehen ähnlich aus. Die russische Maschine ist aber zuverlässiger und einfacher im Betrieb. Sie hat eine bessere Panzerung und kann die Besatzung vor Großkaliber-Maschinengewehren besser schützen. Zudem hat sie eine stärkere 30-Millimeter-Kanone 2A42, deren Schussweite vier Kilometer erreicht. Die Mi-28N kann darüber hinaus Sprengbomben, unlenkbare reaktive Geschosse und lenkbare hochpräzise Überschallraketen Ataka-V (Schussweite sechs Kilometer) an Bord nehmen.

    Infografik: Mi-28N alias „Nachtjäger“

    Die Ka-52 „Alligator“ ähnelt nach ihren Kampfeigenschaften dem „Night Hunter“, ist aber mit lenkbaren Raketen Wichr ausgerüstet, die stärker als Ataka sind. Darüber hinaus kann diese Maschine schneller abheben und in größeren Höhen stehen bleiben.

    Die Panzerung der Ka-52 ist etwas dünner als die der Mi-28N. Dafür ist dieses Modell aber mit Schleudersitzen ausgestattet, dank deren die Besatzungsmitglieder die Maschine aus jeder Höhe, sogar auf der Erde, jederzeit verlassen können. Das ist übrigens der einzige Hubschrauber mit Schleudersitzen auf der Welt.

    Video: „Fliegender Panzer“: Russische Helikopter Mi-24 im Syrien-Einsatz

    Die Ka-52 ist mit einer leistungsstarken Radaranlage und dem modernsten optisch-elektronischen Feuerlenkungssystem ausgestattet. Darüber hinaus hat sie ein optisch-elektronisches Schutzsystem gegen bodengestützte Fla-Raketen mit infrarotem Zielkopf.

    Dieses System, das den Namen Witebsk trägt, erkennt einen Raketenstart und schaltet das optische Feuerunterdrückungssystem ein, zu dem unter anderem Laserkomplexe gehören. Um den Hubschrauber entsteht eine Art Schutzhülle, so dass er für den infraroten Zielkopf der Rakete unsichtbar wird. Kein einziger Hubschrauber, der in den USA oder Westeuropa hergestellt wird, hat ein solches Schutzsystem.

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    Tags:
    Mi-28, Mi-24, Ka-52, Mi-35, Terrormiliz Daesh, Syrien