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21:32 19 Oktober 2019
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    Die syrischen Regierungstruppen kämpfen in der Provinz Aleppo (Archivbild)

    Terroristen verkünden Luftkrieg in Syrien vor Großoffensive im Raum Aleppo

    © AFP 2019 / George Ourfalian
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    Kampf gegen den IS (813)
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    In Syrien ist gestern ein russischer Hubschrauber abgestürzt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte diese Informationen. Der Absturz des Mi-28N-Hubschraubers („Night Hunter“) habe sich in der Nacht auf Dienstag ereignet.

    Das ist der dritte Verlust der russischen Luftwaffe seit dem Beginn des Syrien-Einsatzes. Im November 2015 war ein Su-24-Bomber von einem türkischen Kampfjet F-16 abgeschossen worden. Während der anschließenden Suchoperation schossen die Terroristen einen Mi-8-Hubschrauber ab.

    Wie der syrische Präsident Baschar al-Assad gestern bei einem Treffen mit Abgeordneten der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus) sagte, „kämpfen die russischen Soldaten in Syrien so, als würden sie es für Russland tun“. Die Befreiung Palmyras von den IS-Kämpfern sei größtenteils das Verdienst der russischen Hubschrauberpiloten gewesen, räumte er ein.

    Mehr zum Thema: Befreiung Palmyras wird zu einem wichtigen Sieg russischer Luftwaffe — US-Zeitung

    Aber die Erfolge der Russen bei Palmyra haben die militärstrategische Situation im Land nur teilweise verändert, denn der größte Teil davon ist nach wie vor von den Terroristen okkupiert. Das Epizentrum der Kriegshandlungen liegt allerdings inzwischen nicht mehr im Süden, sondern im Norden, und zwar in der Provinz Aleppo und bei Damaskus.

    Dabei verfügen die Terroristen unter anderem über Flugabwehrraketensysteme, die sie hauptsächlich von der Türkei erhalten. Zudem haben sie lenkbare Anti-Panzer-Raketen sowie Luftabwehrmittel, die sie gegen die syrischen Regierungstruppen und die russische Luftwaffe einsetzen. Am 5. April wurde bei Aleppo von Kämpfern der al-Nusra-Front ein syrischer Kampfjet des Typs Su-22 abgeschossen. Der Pilot konnte sich zwar per Schleudersitz retten, geriet aber in Gefangenschaft. Über sein Schicksal ist vorerst nichts bekannt.

    Fotos: Syrisches Dorf in Provinz Aleppo vom IS befreit

    Der syrische Ministerpräsident Wael al-Halki erklärte vor einigen Tagen, die Regierungstruppen würden einen Sondereinsatz zur Befreiung der Stadt Aleppo von den Terroristen vorbereiten. Am Montag dementierte aber der Leiter der russischen Hauptoperativverwaltung im Generalstab, Sergej Rudskoi, diese Behauptungen.

    Er schilderte die Situation völlig anders. Ihm zufolge bereiten die Kämpfer der al-Nusra-Front eine Offensive bei Aleppo vor. Ihr Ziel sei es, unter Mitwirkung der Türkei die Straße zwischen Aleppo und Damaskus zu blockieren. Die Zahl der Kämpfer schätzte der russische General auf etwa 10.000. Wie stark die syrischen Regierungstruppen in diesem Raum seien, sei unklar, aber sie seien nicht ausreichend für eine Offensive.

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    Mi-8, Su-24, Terrormiliz Daesh, Aleppo, Syrien, Russland