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21:05 22 Juli 2019
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    Der ukrainische Asowez-Panzer

    Neuer ukrainischer Panzer bekommt Optik von Video-Türsprechanlage

    © Foto : Arsen Avakov/Twitter
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    Rossijskaja Gaseta
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    Kiew hat die Tests des Panzers Asowez wegen fehlerhafter Optik eingestellt. Statt spezieller Kameras wurde der Panzer mit dem „Guckfenster“ einer Video-Türsprechanlage ausgestattet, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ unter Berufung auf das ukrainische Portal whoswhos.org.

    Bei der Ausschreibung zur Lieferung der optisch-elektronischen Anlagen für den Panzerwagen erhielt die Firma AVICOS den Zuschlag. Der Vertragspreis liegt bei 60.000 US-Dollar. Die Firma erfüllte ihre Verpflichtungen weder in Bezug auf die Lieferfristen noch auf die Qualität der Geräte, heißt es in der Mitteilung einer Ingenieurgruppe, die die Panzer testet. Die von AVICOS gelieferten Geräte entsprechen nicht den Standards und wurden aus billigen Bestandteilen chinesischer Herkunft hergestellt, die sich nur für den Haushalt eignen.

    „Die Elektronikkarten sind nicht mit einem speziellen Lack zum Schutz der Lötnähte beschichtet. Als Grundlage für die Kamera wurden Elemente genutzt, die in Schaulöchern bzw. Video-Türsprechanlagen verwendet werden. Der Verschlussknoten von TV-Matrix und Objektiv ist ein Kunststoff-Ansatzstück, das keine Schwunglast von Panzertechnik aushält“, so die Ingenieure. Die Militärstaatsanwaltschaft und die Sicherheitsdienste haben Ermittlungen eingeleitet.

    Die Tests des Asowez-Panzers begannen im März. Nach Angaben der Entwickler handelt es sich um einen für die Stadt geeigneten Panzer. Als Basis wurde der „abgerüstete“ T-64-Panzer genutzt, der mit einem neuen Panzerkörper ausgestattet wurde. Auf dem Dach sind selbstgebaute Kampfmodule mit Doppel-30-Millimeter-Kanonen, Maschinengewehren PKT und Startanlagen für Anti-Panzerraketen Stugna installiert. Laut den Entwicklern soll die Panzerbesatzung die Umgebung nur durch Kameras sehen. Allerdings ist für den Kommandeur ein Panorama-Visier mit Wärmebildgerät geplant. 

    Der ukrainische Panzer wurde bereits zum Objekt des Spotts und ironischer Kommentare. Der russische Vizepremier Dmitri Rogosin bezeichnete die ukrainische Maschine als „Müll-Panzer“, wobei er vermutete, dass der Panzerkörper aus Abfalleimern zusammengeschweißt wurde. Trotz Innovation ähnelt Asowez dem US-Panzer M2 Bradley aus dem Jahr 1981. Die Entwicklung des Panzers kostete die Ukraine fünf Millionen US-Dollar, die von ukrainischen Bürgern und Organisationen gespendet wurden.

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    Tags:
    Asowez-Panzer, AVICOS, Ukraine