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19:06 20 Oktober 2019
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    Chinesische Seestreitkräften (Archivbild)

    Manöver im Südchinesischen Meer: Peking demonstriert Marine-Stärke

    © AFP 2019 / POOL / Larry Downing
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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Peking beginnt eine großangelegte Marineübung im Südchinesischen Meer. China antwortet damit auf das Vorgehen der USA und ihrer Verbündeten in der Region, wie die „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag schreibt.

    Nach Angaben der Zeitung „Renmin Ribao" wird die chinesische Kriegsmarine mit ihren Patrouilleneinheiten auf den dortigen Inseln kooperieren und inszenierte Provokateure abschrecken.

    Im Reich der Mitte macht man kein Hehl daraus, dass die Südfront der Volksbefreiungsarmee auf Hainan Chinas Kampfbereitschaft weit entfernt vom Festland unter Beweis stellen muss. Die chinesischen Kriegsschiffe sind in drei Gruppierungen aufgeteilt. Die praktische Aufgabe besteht im Auffinden von U-Booten und im Widerstand gegen feindliche Schiffe.

    Mehr zum Thema: Meer: China will mehr Patrouillen und Verteidigung gegen US-Marine

    Wie ein Experte der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften betonte, stößt die Volksrepublik ständig auf neue Herausforderungen seitens verschiedener Länder, darunter auch der Philippinen. Zudem mischen sich auch Länder außerhalb dieser Region in diese Streitigkeiten ein, vor allem die USA und Japan. Deshalb müsse Peking nun nicht nur die Kampfbereitschaft seiner Marine erhöhen, sondern auch diejenigen Kräfte eindämmen, die die Konflikte im Südchinesischen Meer für eigene Interessen ausnutzen wollen. 

    Die indische Nachrichtenagentur PTI verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Volksrepublik im Grunde das gesamte Südchinesische Meer beanspruche. Länder wie die Philippinen, Malaysia, Vietnam oder Brunei werfen Peking die Bildung von Kunstinseln und dortige Stationierung von Militärobjekten vor.

    Die Philippinen gehen gegen die chinesische Expansion gerichtlich vor und haben sich an ein Schiedsgericht in Den Haag gewandt. Peking hat jedoch bereits erklärt, es werde sich an den juristischen Debatten nicht beteiligen und jegliche Beschlüsse des niederländischen Gerichts ignorieren. Laut der „South China Morning Post“ soll in wenigen Wochen ein Urteil gefällt werden, und zwar gegen China.

    Mehr zum Thema: Neue US-Militärbasen — Im Stillen Ozean geht das Gespenst des Dritten Weltkriegs um

    Peking bemüht sich derweil um die Unterstützung seitens der Nahost-Länder. In diesem Zusammenhang besuchte Außenminister Wang Yi diese Region.

    Aber auch Washington bemüht sich um die Bildung einer asiatischen Koalition, die China Widerstand leisten könnte. Daran beteiligen sich Länder wie Japan, Australien, die Philippinen. Zudem wollen die Amerikaner auch Vietnam auf ihre Seite bringen. Nicht umsonst will US-Präsident Barack Obama noch im Mai Hanoi besuchen. Im Vorfeld dieser Visite forderte Hanoi die Amerikaner auf, das aktuelle Verbot für Waffenlieferungen an Vietnam aufzuheben. Vietnams größter Partner auf diesem Gebiet ist wiederum Russland. Wie Reuters berichtete, sind die Vietnamesen mittlerweile allerdings auch an US-amerikanischen Kampfjets, Hubschraubern und Patrouillenschiffen interessiert.

    Gleichzeitig erklärte das vietnamesische Außenministerium unlängst, das Land wolle sich an keinen Allianzen beteiligen, sondern kümmere sich lediglich um die eigene Sicherheit.

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    Themen:
    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
    Tags:
    Barack Obama, Philippinen, Japan, USA, China, Südchinesisches Meer