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    Neue Kalaschnikows für russische Spezialeinheiten?

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    Iswestija
    Neue Waffen für russische Armee (669)
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    Der Waffenkonzern Kalaschnikow hat eine neue Maschinenpistole für russische Spezialeinheiten entwickelt, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Donnerstag.

    Das Modell AK-400 soll sowohl die alte AK-74, als auch die neuere AK-12 in Schusspräzision und Trefferdichte übertreffen.

    Wie ein Vertreter der russischen Rüstungsindustrie, der jedoch namentlich nicht genannte werden wollte, verriet, war die AK-400 bereits „Ende vorigen Jahres in einer vom Sicherheitsdienst des Präsidenten organisierten Beratung“ präsentiert worden. Es gebe mehrere Modifikationen der neuen Maschinenpistole, die sowohl für „alte“ sowjetische Patronen des Kalibers 7,62 Millimeter, als auch für modernere 5,45-Millimeter-Patronen geeignet seien.

    Das zuvor bei der Präsentation der neuen Soldatenausrüstung „Ratnik“ vorgestellte Modell AK-12 entspreche nicht ganz den Anforderungen der Spezialeinheiten. „AK-12 ist eine Waffe für Infanteristen, Luftlandesoldaten und Aufklärer. Soldaten der Spezialeinheiten brauchen aber eine noch kompaktere Maschinenpistole, die einerseits in Sachen Schusspräzision und Trefferdichte genauso zuverlässig ist wie die AK-12, dabei aber kompakt genug ist, um damit Gebäude, Flugzeuge, Eisenbahnwagen und Busse zu stürmen, mit dem Fallschirm zu springen und in den Wald zu gehen“, so der Rüstungsindustrie-Insider.

    Die AK-400 ist vor allem für Spezialeinheiten des Sicherheitsdienstes des Präsidenten und des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) bestimmt.

    Über die neue Waffe ist vorerst nicht viel bekannt: Sie ist etwa 940 Millimeter lang, wiegt etwas mehr als drei Kilogramm. Die AK-400 hat im Unterschied zur AK-12 einen Teleskop-Kolben, der innerhalb weniger Sekunden verlängert bzw. verkürzt werden kann. Außerdem hat die neue Waffe sogenannte Picatinny-Schienen, auf denen Visiere, Griffe, Lampen oder Laser-Zielgeber verschiedener Typen befestigt werden können.

    „Teleskop-Kolben und Picatinny-Schienen sind heutzutage Weltstandard. Damit werden alle modernen Kampf- und Sportwaffen ausgestattet“, sagte der unabhängige Militärexperte Anton Lawrow. „Aber bis zuletzt hatten die russischen Maschinenpistolen keine Teleskop-Kolben und Schienen-Übergangsgeräte, sodass die Soldaten der Spezialeinheiten da aus eigener Kraft zurechtkommen mussten.“ Auf dem internationalen Markt gebe es allerdings viele Produkte wie Pistolengriffe, Handschutz usw., mithilfe derer der jeweilige Soldat seine Waffe möglichst handlich machen kann.

    VIDEO: Für Kriege der Zukunft gerüstet: Russische Soldaten testen Kampfmontur Ratnik

    Dank der AK-400 müssen sich russische Soldaten nun keine Sorgen mehr machen, wie die Zeitung schreibt. Und dank der besseren Schusspräzision und Trefferdichte gelte die AK-400 als sehr guter Ersatz für das AK-74-Modell.

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    Tags:
    AK-400, Ratnik, AK-74M, AK-12, Kalaschnikow, Russland