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18:52 17 August 2019
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    Russische IT-Experten fordern weltweites Cyberwaffen-Verbot

    © Flickr/ amy leonard
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    Rossijskaja Gaseta
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    Russische Experten für Internetsicherheit befürworten ein globales Verbot für Cyberwaffen, wie die „Rossijskaja Gaseta" am Dienstag schreibt.

    Pentagon
    US Air Force / Master Sgt. Ken Hammond
    Cyberwaffen-Programme könnten drei bis fünf Jahre „schlafen“, dann aber automatisch aktiviert werden, sagte Andrej Jarnych, der beim Kaspersky Lab für strategische Projekte zuständig ist. Dadurch könnten große Industriekatastrophen ausgelöst werden, warnte er jüngst bei einer Konferenz zum Thema „Internet und Souveränität”.

    Es bestehe nach seinen Worten die Gefahr, dass einzelne Länder ein großes Potenzial an Cyberwaffen anhäufen könnten, die nicht nur gegen einzelne private Nutzer, sondern vor allem gegen große Industrieobjekte gerichtet werden könnten. Ihr Zerstörungspotenzial könnte riesig sein. Es gebe inzwischen bereits Hinweise, dass mithilfe solcher Programme schon Eisenbahnzüge, Hochöfen und ähnliche Einrichtungen außer Betrieb gesetzt worden seien, präzisierte Jarnych. Dabei sollte man bedenken, dass jedes Programm, egal ob in Industriebetrieb oder Mobiltelefon, Hackerattacken ausgesetzt werden könne.

    Früher hätten einzelne Hacker Virenprogramme geschrieben, so die Zeitung. Jetzt schlössen sie sich zusammen und arbeiteten gemeinsam an Ausarbeitung und Vertrieb ihrer schädlichen Software.

    Private Nutzer sei vor allem durch Diebstahl ihrer persönlichen Daten gefährdet: Ihre Bankkonten beispielsweise könnten angegriffen werden, fuhr der Experte fort. Mit der Vorbeugung solcher Verbrechen befassten sich zuständige Fachkräfte. Sie entwickelten gegenwärtig ein Programm, das automatisch nach schädlichen Webseiten sucht, so der Vertreter einer solchen Entwickler-Gruppe, Dmitri Ippolitow.

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    Tags:
    Cyberwaffen, Kaspersky Lab, Dmitri Ippolitow, Andrej Jarnych