14:16 14 November 2019
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    Syrien: Terroristen scheitern bei Angriffen auf Aleppo

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    In den vergangenen Tagen haben sich die Kämpfe zwischen der Regierungsarmee und der Terrormiliz „Dschebhat a- Nusra“ in der Provinz Aleppo massiv verschärft. Die Terroristen setzen alles daran, um den Waffenstilstand in der Region zu brechen, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    Nach Angaben des russischen Zentrums für Friedensstiftung in Hmeimim mussten die syrischen Regierungstruppen gestern viele Angriffe in Aleppo abwehren. Im Norden der Stadt versuchten die Terroristen der al-Nusra-Front  mehrmals, die Stellungen der kurdischen Milizen im Stadtviertel Sheikh Maqsood mit gepanzerten Militärfahrzeugen anzugreifen. Gleichzeitig attackierten die Terroristen Stützpunkte der Regierungstruppen in der Region Handrat. Kämpfer der sich zur Opposition zählenden Gruppierung „Jeysh al-Islam“ nahmen mit selbstgebauten Geschützen und Granatwerfern die Stadtviertel Mejdan, Altaleppo, Al-Assad und Khalidiya unter Beschuss.

    Außerdem wurde berichtet, dass die Terrormilizen von „Dschebhat an-Nusra“ und Mitglieder der Terrororganisation „Ahrar al-Sham“ aus Granatwerfern und selbstgebauten Geschützen die Stellungen des syrischen Militärs im Stadtteil Ansar beschossen haben. Im Norden der Stadt standen etliche Wohnhäuser nach dem Beschuss aus Granatwerfern und Schützenwaffen in Flammen.

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    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums gelang es den Terroristen jedoch nicht, bedeutsame Erfolge zu erzielen. In  El-Hamra (Provinz Aleppo) stießen sie auf heftigen Widerstand der Regierungstruppen und mussten den Rückzug zu ihren Stellungen antreten.

    Trotz der angespannten Lage um Aleppo wird die Waffenruhe in den anderen syrischen Provinzen mehr oder weniger eingehalten — mit Ausnahme von Damaskus. Gestern wurde dort der Waffenstillstand insgesamt fünf  Mal gebrochen. Als Reaktion auf den Waffenstillstandsbruch könnten die russischen und syrischen Luftstreitkräfte Angriffe gegen die Stellungen der Provokateure fliegen, die sich jedoch in der so genannten “Grünen Zone” befinden und deshalb gemäß den russisch-amerikanischen  Vereinbarungen nicht bombardiert werden dürfen. 

    Nach Angaben des friedensstiftenden Zentrums ist die Zahl der Siedlungen,  die sich dem Waffenstillstand angeschlossen haben, mittlerweile auf 134 gestiegen. Vor kurzem schloss sich eine weitere Siedlung in der Provinz Darya dem Waffenstillstand an. Außerdem werden Verhandlungen mit Feldkommandeuren von bewaffneten Milizen in den Provinzen Damaskus, Darya und El-Kuneytra geführt. 60 Feldkommandeure haben sich bislang zum Waffenstillstand bekannt.

    Dadurch kann das russische Militär weitere Hilfskonvois auf den Weg schicken. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit,  dass auf Moskaus Initiative zwecks sicherer Lieferung von UN-Hilfsgütern in die Provinz Damaskus vereinbart worden sei, den Waffenstillstand in der Region Daraya um 72 Stunden bis Mitternacht am 7. Juni zu verlängern.

    Es wurde auch berichtet, dass die Einwohner der Siedlung Tavani bereits 2,5 Tonnen Hilfsgüter bekommen haben — vor allem  Lebensmittel und Süßwaren für Kinder. Zudem konnten Mehl und andere Nahrungsmittel nach Ain-Assaf (Provinz Aleppo) geliefert werden. Die Ärzte des russischen friedensstiftenden Zentrums konnten 32 Einwohner des Ortes, darunter 14 Kinder, medizinisch versorgen.

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