00:57 10 Dezember 2018
SNA Radio
    Historische Altstadt von Dresden

    Bilderberg-Konferenz in Dresden: „Weltregierung“ tagt geheim

    © Flickr/ Max A.
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Nesawissimaja Gaseta
    8172

    Zum Ende dieser Woche hat sich Dresden in eine Hochsicherheitszone verwandelt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Das Luxushotel „Taschenbergpalais“ neben der weltbekannten Dresdner Oper wurde umzäunt. Vor dem Hotel sind jegliche Versammlungen und Protestaktionen verboten.

    Im Taschenbergpalais beginnt die Bilderberg-Konferenz, die als geheimes Treffen der „Weltregierung“ bezeichnet wird. Ihre Mitglieder sind Politiker und Großunternehmer.

    Es ist die 64. Bilderberg-Konferenz seit 1954. Aber ob damals oder heute: Die Treffen verlaufen unter höchster Geheimhaltung. Medienvertreter werden ausgesperrt. Die zu besprechenden Themen dürfen zwar bekanntgegeben werden, aber die Meinungen der Teilnehmer werden nicht veröffentlicht. Die Ergebnisse von Abstimmungen, falls welche stattfinden, bleiben ebenfalls geheim.

    An dem Treffen in der sächsischen Landeshauptstadt nehmen 130 hochkarätige Vertreter der internationalen Politik und Wirtschaft teil – unter anderem der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, der polnisch-amerikanische Politologe Zbigniew Brzezinski, David und Nelson Rockefeller, Alan Greenspan usw. Laut der Zeitung „Dresdner Neuste Nachrichten“ wird auch der niederländische König Willem-Alexander an dem Treffen im Taschenbergpalais teilnehmen.

    Selbstverständlich werden auch führende Vertreter deutscher Großkonzerne wie Siemens, Springer und Airbus dabei sein, wie auch der Chef des Bundesverbandes der deutschen Industrie, Ulrich Grillo. Im Namen der Bundesregierung werden sich Finanzminister Wolfgang Schäuble, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Innenminister Thomas de Maiziere daran beteiligen.

    Was die Tagesordnung angeht, so werden laut dem „Handelsblatt“ Themen wie Flüchtlingskrise, US-Präsidentschaftswahl, Internet-Sicherheit, die Beziehungen mit China und Russland sowie die Situation im Nahen Osten diskutiert.

    Das Treffen begann Donnerstag mit einem gemeinsamen Abendessen im Taschenbergpalais, vor dem Hotel fanden mehrere Protestkundgebungen statt. Denn die Bilderberg-Konferenz ist weder bei den Rechten noch bei den Linken beliebt. Bis Sonntag sind in der sächsischen Metropole insgesamt 20 Kundgebungen geplant.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Taschenbergpalais, Bilderberg-Konferenz, Dresden