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08:38 18 Oktober 2019
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    20. Internationale Petersburger Wirtschaftsforum

    Die Verführung Europas: Hohe EU-Gäste kehren zum Petersburger Wirtschaftsforum zurück

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    XX. Internationales Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (71)
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    Am Donnerstag wird das 20. Internationale Petersburger Wirtschaftsforum eröffnet. Nach zwei Jahren Pause kommen die europäischen Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik wieder zu dem Investitionsforum in der Metropole an der Newa, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Dienstag.

    Das diesjährige Petersburger Wirtschaftsforum, das unter dem Motto „Auf der Schwelle zu einer neuen wirtschaftlichen Realität“ stattfindet, kann tatsächlich zur Schwelle in den Beziehungen zwischen Russland und den europäischen Ländern werden. Wegen der gegenseitigen Sanktionen beklagen beide Seiten schmerzhafte Verluste. Jetzt sind aber anscheinend Fortschritte und Tauwetter zu erkennen. Nach St. Peterburg kommen Politiker, die Entscheidungsträger in der EU sind. Die Gäste verheimlichen nicht ihre Absicht, einen Kompromiss zu den akutesten Problemen zu finden. Laut westlichen Analytikern ist das Erscheinen der EU-Anführer beim Wirtschaftsforum ein positives Signal für europäische Investoren.

    Wie der stellvertretende russische Regierungschef und Leiter des Organisationskomitees des Petersburger Wirtschaftsforums, Sergej Prichodjko, betonte, nehmen an der Eröffnungszeremonie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der EU-Kommissionsvorsitzende Jean-Claude Juncker und Guineas Präsident Alpha Conde teil. An der Plenarsitzung am 17. Juni beteiligen sich Russlands Präsident Wladimir Putin, Kasachstans Staatschef Nursultan Nasarbajew und der italienische Regierungschef Matteo Renzi.

    20. Internationale Petersburger Wirtschaftsforum
    20. Internationale Petersburger Wirtschaftsforum

    Der Etat des Forums besteht zu 50 Prozent aus den Beiträgen von Sponsoren und Teilnehmern. Laut dem Berater des russischen Präsidenten, Anton Kobjakow, sollen mehr als 600 russische und mehr als 200 ausländische Unternehmenschefs zu dem Forum kommen. Dazu gehören unter anderem der Chef der Bahrain Mumtalakat Holding Company, Mahmood Hashim Alkooheji, der Chef von Glencore, Ivan Glasenberg, der Chef der Wintershall Holding GmbH, Mario Mehren, der Chef der Societe General, Frédéric Oudéa, der Leiter von Schneider Electric, Jean-Pascal Tricoire, und der Chef der Alibaba Group, Jack Ma.

    Auf dem Programm des Forums stehen rund 100 Veranstaltungen, die in verschiedenen Formaten stattfinden – Plenarsitzungen, Sessionen, Rundtischdiskussionen, Business-Frühstücke und TV-Debatten. Im Mittelpunkt steht wie gewöhnlich der Rohstoffexport aus Russland. Ausländische Investoren interessieren sich vor allem für Öl- und Gasförderprojekte in Russland.

    Zum ersten Mal findet beim Petersburger Wirtschaftsforum eine Konferenz zur Wirtschaftsentwicklung der Arktis statt. Es seien rund 145 Projekte im Gesamtwert von 4,8 Billionen Rubel ausgewählt worden, sagte Vizepremier Dmitri Rogosin.

    „Es werden mehrere Verträge und Absichtsprotokolle vorbereitet. Wir erwarten, dass ihr Umfang nicht niedriger als im vergangenen Jahr sein wird“, sagte Prichodjko. Im letzten Jahr lag die Gesamtsumme der Verträge und Abkommen bei 293,4 Millionen Rubel.

    Zum Petersburger Wirtschaftsforum werden fast 10.000 Teilnehmer erwartet. Die Zahl der ausländischen Anträge stieg um 15 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Das Budget des Forums liegt bei 1,8 Milliarden Rubel, was 300 Millionen Rubel mehr als im Vorjahr sind.

    Wie es beim Organisationskomitee hieß, stiegen die Ausgaben wegen der Rubelabwertung und dem neuen Austragungsort. Das 20. Internationale Petersburger Wirtschaftsforum findet in der Messehalle Expoforum statt, die doppelt so groß wie die frühere Messehalle Lenexpo ist.

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    Tags:
    Wirtschaftsforum in St. Petersburg 2016, EU, Ban Ki-moon, Wladimir Putin, Nursultan Nasarbajew, Matteo Renzi, Jean-Claude Juncker, Sergej Prichodjko, Russland