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    Nato-Militärmanöver Saber Strike

    Nato verschiebt Verteidigungslinie an russisch-ukrainische Grenze

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    Nesawissimaja Gaseta
    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Die Nato-Länder haben den jüngsten Aufruf des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Auflösung der Allianz ignoriert und wollen weitere Mitglieder in ihre Reihen aufnehmen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    In erster Linie geht es dabei um die Ukraine, Georgien und Moldawien. Für Russland wäre das selbstverständlich eine gefährliche Entwicklung der Situation, zumal bei den bevorstehenden Nato-Manövern ein Militärkonflikt mit Russland geübt wird: Am Montag findet auf dem ukrainischen Militärgelände Jaworow die Übung Rapid Trident statt, an der sich mehr als 1.800 Soldaten aus 14 Ländern beteiligen werden. Vor kurzem wurde zudem das Manöver Anaconda 2016 in Polen durchgeführt, eines der größten in letzter Zeit.

    Die Nato macht kein Hehl daraus, dass diese Übungen auf die angebliche „Russland-Gefahr“ zurückzuführen sind. Der Befehlshaber des US-Heeres in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, sagte vor kurzem in einem Interview für die deutsche Zeitung „Die Zeit“, er sei mit der Meinung der Militärexperten einverstanden, dass Russland für die Eroberung Lettlands, Litauens und Estlands eventuell 36 bis 60 Stunden bräuchte. 

    Mehr zum Thema: Russisches Außenamt demaskiert „wahre Nato-Pläne“

    Demnächst wird es mehrere Marine- und Bodenübungen unter Beteiligung von postsowjetischen Staaten geben, darunter das Manöver Sea Breeze 2016, das auf dem Schwarzen Meer und dem Territorium der Ukraine ausgetragen wird. Dabei soll ebenfalls „die Befreiung von besetzten Territorien“ geübt werden. Gemeint sind offenbar die Krim und das Donezbecken.

    In Europa gibt man zu verstehen, dass die Nato-Hilfe für die potenziellen Mitglieder des Bündnisses systematisch erfolgen wird. Das geschieht gleich nach dem für Juli angesetzten Nato-Gipfel in Warschau, bei dem die umfassenden Programme zur militärischen Integration der Ukraine, Georgiens und einiger anderen Länder gebilligt werden sollen. Unter anderem wird die Allianz möglicherweise die Beteiligung der Ukraine und Georgiens an der demnächst zu bildenden Schwarzmeer-Staffel der Nato befürworten. Zudem könnte eine ukrainisch-bulgarisch-rumänischeTruppenbrigade entstehen.

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    Anaconda 2016, Seemanöver Sea Breeze, NATO, Russland, Polen