17:28 25 Juni 2017
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    Russlands Präsident Wladimir Putin in China

    Wende nach Osten: Putin kommt mit Superdeals aus Peking zurück

    © Sputnik/ Sergei Guneev
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    Moskowski Komsomolez
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    Die beiden östlichen Riesen Russland und China haben erneut ihre Kooperation auf höchstem Niveau gefestigt, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Dienstag.

    Bei dem zu Ende gegangenen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Peking unterzeichneten die Seiten mehr als 30 Großabkommen im Wirtschaftsbereich.

    Putins Peking-Besuch fand anlässlich des 15. Jahrestages des Freundschaftsvertrages zwischen Russland und China statt. Von der großen Bedeutung dieses Besuches für den Kreml zeugt die Zusammensetzung der russischen Delegation. Der russische Präsident wurde vom Chef der Präsidialverwaltung, fünf Vizepremiers, mehreren Ministern und Vertretern der Geschäftskreise, darunter den Leitern von Rosneft und Gazprom, begleitet. Das ist auch verständlich. Dem Thema Energie wird immer besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

    Russland baut den Lieferumfang durch die russisch-chinesische Ölpipeline aus, die Umsetzung des Projektes zum Bau einer Raffinerie in Tianjin wird fortgesetzt. Auch der Bau der Gaspipeline „Kraft Sibiriens“, die 2020 ihre vollständige Kapazität erreichen soll, schreitet nach Plan voran.

    Russlands Präsident Wladimir Putin und der chinesische Staatschef Xi Jinping besprachen die Teilnahme der chinesischen Seite am Projekt der Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinie Moskau-Kasan, das auf eine Billion Rubel geschätzt wird. Diese 770 Kilometer lange Strecke soll Teil der Eisenbahnstrecke Moskau-Peking im Wert von sieben Billionen Rubel und des Projektes Seidenstraße werden, das China mit den Märkten Europas und des Nahen Ostens verbinden soll. Die Projektierung der Hochgeschwindigkeits-Strecke (bis zu 400 km/h) soll bis Ende 2016 beendet werden. Peking wird für das Projekt „Moskau-Kasan“ einen Kredit im Wert von 400 Milliarden Rubel für 20 Jahre bereitstellen. Weitere 100 Milliarden Rubel werden als Beitrag zum Stammkapital des Projektierungsunternehmens überwiesen.

    Wichtige Kontrakte wurden auch in der Flugzeugbranche unterzeichnet. Die Seiten vereinbarten die gemeinsame Entwicklung eines Langstreckenflugzeuges und des schweren zivilen Hubschraubers AHL. 

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    Die Seiten unterzeichneten ein Memorandum zum Bau eines Eisenbahn-Getreideterminals in der Region Baikal, der nicht nur den Getreide-Export fördern, sondern auch die Lebensmittelsicherheit der ganzen Region erhöhen soll. In diesem Jahr stiegen die Lieferungen von Agrarprodukten an China um 30 Prozent. Russland will an China rund 500.000 Tonnen Weizen und Gerste liefern. Die Verhandlungen über Lieferungen von Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch auf den chinesischen Markt laufen noch.

    Es gab einen aktiven Meinungsaustausch zur Schaffung einer Freihandelszone zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (Russland, Weißrussland, Kasachstan, Armenien und Kirgisien) und China. Die Seiten vereinbarten ebenfalls die Schaffung eines gemeinsamen innovativen Direktinvestitionsfonds. 

    „Die Schwankungen in der Weltwirtschaft und die Instabilität auf den Rohstoff- und Devisenmärkten beeinflussen natürlich auch unsere bilateralen Verbindungen“, sagte Putin. Doch im vergangenen Jahr lag der gegenseitige Handelsumsatz bei 63,5 Milliarden US-Dollar, was die höchste Kennzahl für Russland war. Eine positive Dynamik war auch Anfang dieses Jahres zu erkennen. Der Verkauf von russischen Maschinen und Ausstattung nach China sei beinahe um das Doppelte gestiegen, so Putin. „Dank gemeinsamen Anstrengungen und einem guten Verhalten unserer chinesischen Freunde ändern wir die Struktur unseres Handelsumsatzes in die notwendige Richtung“, sagte Putin. „Zur Senkung der Abhängigkeit von der äußeren Konjunktur erweitern wir die Nutzung der nationalen Währungen bei gegenseitigen Zahlungen. Der Anteil des Rubels liegt bei diesen Zahlungen bei drei Prozent, der des Yuans bei neun Prozent“, sagte Putin.

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    Tags:
    Wladimir Putin, China, Russland
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