07:15 23 September 2020
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Die US-Flugzeugträger haben das Mittelmeer verlassen, weil sie nicht in der Lage sind, die Terroristen in Syrien effektiv zu bekämpfen. Dies schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Russland und die USA werden die Kooperation bei Militäroperationen in Syrien vertiefen. Das Pentagon und das russische Verteidigungsministerium werden Aufklärungs- und operative Informationen über die Aufenthaltsorte der Extremisten für koordinierte Angriffe aktiver austauschen. Diese Fragen standen im Mittelpunkt bei den Verhandlungen von US-Außenminister John Kerry mit der russischen Führung.

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    Damit werden die von Moskau seit mehr als einem halben Jahr unterbreiteten Vorschläge zum engeren Zusammenwirken in Syrien umgesetzt. Allerdings würden die Amerikaner kaum große Zugeständnisse machen. Sie setzen in Syrien eigene Interessen um, die mit der Unterstützung der gemäßigten Opposition, dem Widerstand gegen das Assad-Regime und dem Kampf gegen Terrorgruppierungen zusammenhängen.

    Die Unfähigkeit, diese Aufgaben selbstständig umzusetzen, bewegte die US-Führung zu Verhandlungen mit Russland. Das Weiße Haus verstand wohl, dass nicht nur die militärische Stärke den Ausgang des Konflikts im Nahen Osten bestimmt. Nur etwas mehr als einen Monat waren die zwei US-Flugzeugträger „Harry S. Truman“ und „Dwight D. Eisenhower“ im Mittelmeer. Von ihnen aus versuchten bordgestützte Flugzeuge, Angriffe gegen die Stellungen des Islamischen Staates zu fliegen. Wie das zentrale Kommando der US-Streitkräfte berichtete, haben die beiden Flugzeugträgerverbände das Mittelmeer verlassen.

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    In den vergangenen zwei bis drei Wochen, als sich die US-Flugzeugträger unweit des Kampfgebiets befanden, gab es einige Vorfälle zwischen Russland und den USA über Syrien und nahe seiner Küste, für die sich das Pentagon und das russische Verteidigungsministerium gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Anschließend reduzierten die USA ihre Aktivitäten im Mittelmeer, obwohl das Pentagon bereits vor einem Monat behauptete, dass die Flugzeugträger dort benötigt werden, um unter anderem Russland die Stärke der US-Militärpräsenz zu zeigen und ein Signal zu senden.

    Bislang ist nicht genau bekannt, wie Russland und die USA das Zusammenwirken in Syrien festigen wollen. Der syrische Präsident Baschar al-Assad nannte die US-Luftangriffe gegen den IS in Syrien am Donnerstag erneut „illegitim, nicht ernsthaft, wirkungslos und kontraproduktiv“. Als wirkungslos bezeichnet Moskau auch die am Donnerstag von Kerry erläuterten Vorschläge, die syrischen Behörden unter Druck zu setzen, damit sie die Aktivitäten der Luftstreitkräfte verringern und sich ausschließlich auf humanitäre und Rettungsflüge beschränken. Die russischen Fliegerkräfte und die syrischen Regierungstruppen werden natürlich weiter einen bewaffneten Kampf gegen die Extremisten-Gruppierungen führen. Eine Konzentration ist bereits in Aleppo zu erkennen, wo schiitische Kräfte, Aufständische und Assad-Truppen die Stadt eingekesselt haben und sich auf ihre Befreiung vorbereiten.

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    Tags:
    Terrorbekämpfung, Dwight D. Eisenhower, USS Harry S. Truman, Pentagon, Terrormiliz Daesh, John Kerry, Syrien, Russland, USA, Mittelmeer