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15:15 18 August 2019
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    MH17-Absturz

    An der Wahrheit vorbei: Niederlande vertuschen Schuld der Ukraine am MH17-Absturz

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    Rossijskaja Gaseta
    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Auch zwei Jahre nach dem Absturz der malaysischen Boeing (Flug MH17) im Donezbecken, bei dem alle 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, können die Ermittler keine konkreten Ergebnisse vorlegen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Von Anfang an dominierten bei diesem Fall die politische Voreingenommenheit, die Ausrichtung auf ein bestimmtes Sujet, das für den Westen und die Ukraine vorteilhaft sein würde, wobei der gesunde Menschenverstand in den Hintergrund geschoben wurde. Bei den niederländischen Ermittlern gab es zahlreiche Ungenauigkeiten, Manipulationen und offen unglaubwürdige Angaben.

    Russische Experten verwiesen mehrmals auf grobe Verletzungen der Standards der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation durch die Untersuchungskommission, das sture Ignorieren der durch Russland bereitgestellten Informationen und den fehlenden Wunsch, mit erfahrenen Spezialisten zu kooperieren, fehlende Logik und Inkonsequenz bei den Schlussfolgerungen.

    Experten zufolge führte die Verantwortungslosigkeit der Ukraine zum Tod von 298 Menschen. Warum? Weil die Ukraine den eigenen Luftraum nicht sperrte, wobei sie absichtlich die Tatsache der großangelegten Kampfhandlungen auf ihrem Territorium ignorierte. Ob es sich um die Angst handelte, die Fluggebühren einzubüßen, oder einfach um Fahrlässigkeit, ist eine offene Frage.

    Die niederländischen Behörden vertuschen die Schuld der Ukraine für die Nicht-Sperrung ihres Luftraums und schieben die Verantwortung in Richtung internationale Organisationen und Flugunternehmen. Allerdings wäre es nicht zu der Tragödie gekommen, hätte Kiew den Luftraum gesperrt, wie dies das Chicagoer Abkommen von 1944 erfordert, meinen Experten.

    Spezialisten im Bereich des internationalen Flugrechtes weisen außerdem darauf hin, dass die Untersuchung in einem geschlossenen Bereich erfolgt und sich in die Länge zieht. Dabei bekommt die Öffentlichkeit nur einen leisen Nachhall davon, womit sich die Gemeinsame Ermittlungsgruppe unter Leitung der niederländischen Staatsanwaltschaft befasst. Den Verwandten der Opfer wurden vor einigen Wochen nur wenig aussagekräftige Videos über den Verlauf der Untersuchung gezeigt.

    Die Qualität der Untersuchung löst ebenfalls viele Fragen aus. Warum ist die Ukraine ein vollwertiges Mitglied der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe? Kann man mit einer objektiven Untersuchung rechnen, wenn die Ukraine (unter den Opfern gab es keinen einzigen Ukrainer) Zugang zu den Materialien des Verfahrens und möglichen Indizien hat? Experten sagen direkt, dass die Ukraine alle Möglichkeiten hat, die Beweise zu manipulieren und die Ermittlungen in die gewünschte Richtung zu lenken.

    Russland wurde die Teilnahme an der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe verweigert. Zugleich wird Moskau um allumfassende Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Moskau tut dies. Bereits im August 2014, also unmittelbar nach der Tragödie, übergab die russische Seite alle vorhandenen Primärradarangaben an den Sicherheitsrat der Niederlande. Die Katastrophe ereignete sich außerhalb des russischen Luftraums und Zuständigkeitsbereichs der russischen Fluglotsen. Später stellte sich heraus, dass die Primärradarangaben nur von russischen Radaranlagen erhalten wurden, weil die ukrainischen Primärradaranlagen aus irgendeinem Grund außer Betrieb waren.

    In sehr knapper Frist bearbeitet Russland schwierigste Rechtshilfeanfragen und übergibt Informationen, die den Ermittlern helfen könnten. Hätte Russland an der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe teilgenommen, wäre die Untersuchung viel schneller und effektiver verlaufen.

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    Manipulationen, MH17, Flugzeugabsturz, MH17-Absturz, Malaysia Airlines, Niederlande, Russland, Ukraine